für beruflich Pflegende

Termine 2026

Hier finden Sie meine aktuellen Termine – zu den Themen
 Basale Stimulation, Kinästhetik und Palliativpflege.

Wenn Sie mich 2026 im Rahmen einer Schulung kennenlernen wollen, dann finden Sie hier eine Auswahl an Terminen. Bitte melden Sie sich direkt dort an.

Individuelle häusliche Schulungen sowie interne Schulungen vereinbaren Sie bitte direkt mit mir. Melden Sie sich dafür unter martina@basal-bewegt.de

Assistenzen nehme ich gerne entgegen, setzen Sie sich dafür bitte direkt mit mir in Verbindung. 

Ich stelle einen geschützten Zoom-Raum zur Verfügung damit sich Eltern eines komplex behinderten Kindes (unabhängig vom Alter) Austauschen können. Gerne stehe ich als Moderatorin zur Verfügung. 

Dieser Stammtisch ist:

  • unverbindlich: Sie müssen sich nicht anmelden
  • kostenlos: Es kostet Sie weder Geld noch Daten
Den Zugangslink bekommen Sie in den Tagen davor direkt in Ihr Postfach zugesendet.
Melden Sie sich einfach für die basal-bewegt Post an (ganz am Ende der Seite unter dem Button „zum Leitfaden“) und erhalten Sie jeden Freitag einen Impuls für mehr Lebensqualität mit Ihrem komplex behinderten Kind. 

 

Der nächste Termin ist am 29.01. um 20:15 Uhr

Das Konzept der Basalen Stimulation unterstützt wahrnehmungsbeeinträchtigte Menschen in ihrer Kommunikation und ihrer Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen. Durch unterschiedliche Wahrnehmungsangebote werden diese Menschen über ihre Sinnesorgane auf positive Weise gefördert.

Der Aufbaukurs vermittelt über drei Tage praxisnah aufbauend auf den Basiskurs, wie Wahrnehmungs-Angebote in Verbindung mit Bewegung und Kommunikation gezielt eingesetzt werden können und die Lebensqualität erheblich verbessert wird. Durch Eigenerfahrung spüren die Teilnehmer:innen, wie die basalen Sinne stabilisiert werden und daraus die Fernsinne angenommen werden können.

Schwerpunkte

• Wie kann man Essen und Trinken angepasst anreichen?
• Wie kann man die Umgebung anregend verändern?
• Wie integriert man das in die tägliche Versorgung?

Hinweis:

Bitte tragen Sie bequeme Kleidung, da die Schulung sehr praktisch gestaltet wird.

Gruppengröße max. 14 Personen

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein absolvierter Basiskurs Basale Stimulation.

Zielgruppe:

Pädagog:innen, psychosoziale Fachkräfte, Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Einzelfallhelfer:innen, Familienbegleiter:innen, Ärzt:innen und Interessierte, die den Basiskurs Basale Stimulation absolviert haben.

Termine:

jeweils von 09.00-16.00 Uhr
02.03.2026
03.03.2026
04.03.2026

Dozentin:

Martina Götschel, Heilerziehungspflegerin, Kinaesthetics-Trainerin, Palliativfachkraft für Kinder und Jugendliche, Praxisbegleiterin und Pflegeberaterin für Basale Stimulation in der Pflege.

Anmeldung:

bitte direkt beim Veranstalter anmelden -> Cooperative Mensch, Berlin

INHALT
Bei der Zielgruppe der Menschen mit schwerer Behinderung spielt der Mund und die Mundhöhle für uns Assistierende häufig eine große Rolle. Schließlich steht die Atmung, die Zahnpflege, das Sprechen, das Essen und Trinken damit in einem direkten Zusammenhang. Ganz selbstverständlich saugen wir oral ab, putzen Zähne, bieten Nahrung an, unterstützen beim Trinken usw. Was bedeutet das jedoch für die Person, der wir assistieren? Da geht es um viel mehr und lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen und zu reflektieren. Die professionelle Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Empathie. Auch werden die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Spastiken thematisiert.

SCHWERPUNKTE

  • Bedeutung des Mundes
  • Mundpflege bei schwer behinderten Menschen: Zähneputzen, rissige Lippen, Borken und Beläge, Mundtockenheit
  • Mittelpunkt Wohlgefühl statt Ernährung: orale Anregung
  • Nahrungs- und Getränkeaufnahme
  • Nahrungsverweigerung
  • Enterale/parenterale Ernährung
  • Sensibilität für die Essenssituation beim Assistieren
  • Kenntnisse über Erste Hilfe beim Verschlucken
  • Aspiration und Maßnahmen zur Aspirationsprophylaxe
  • Spezielle Unterstützung bei Menschen mit Spastiken

Bitte bringen Sie sich etwas zu essen und einen Joghurt mit.

In einem praktischen Teil „erfahren“ die Teilnehmenden die Anreichung von beiden Seiten, als „Gebende“ und als „Nehmende“.

Termin: 05.03.2026 von 10 Uhr – 17 Uhr

 Anmeldung bei der Cooperative Mensch

Wie wirkt Sprache? Was bewirken kleine Umformulierungen?
In diesem praxisnahen Seminar erfahren Sie, wie Kommunikation mit Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe gelingen kann. Sie lernen, wie Sie Menschen mit Behinderung als Expert*innen ihrer eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und sprachliche Barrieren durch bewusste Formulierungen abbauen können.

SCHWERPUNKTE

  • Sensibilisierung für die Bedeutung von Sprache und Wording
  • Ableismus & Adultismus: Diskriminierung durch Sprache erkennen und vermeiden
  • Übungen, um Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten zu hinterfragen
  • Praktische Methoden für eine respektvolle und wirkungsvolle Kommunikation
  • Reflexion der eigenen Haltung und die Übertragung in den beruflichen Alltag

Dieses Seminar ist ideal für Sie, wenn Sie in der Pflege oder pädagogischen Belgeitung von Menschen mit Behinderung tätig sind und Ihre Kommunikation reflektieren und  Kenntnisse erweitern möchten. Entdecken Sie, wie Ihre Worte Wirkung entfalten können!

Termin: 17.04.2026 und 13.11.2026 jeweils von 09 Uhr bis 12:30 Uhr

Anmeldung bei der Cooperative Mensch

INHALT

1. Tag

  • Berührung & Kommunikation
    • Kommunikation mit Menschen mit Behinderung
    • Sprache, Wording und Ableismus
    • Vom Anfassen zur Berührung
    • Berührungsqualitäten 
    • nonverbale Kommunikation und somatischer Dialog
  • An- und Auskleiden 
    • unter Gesichtspunkten motorischer und kognitiver Einschränkung, Spastizität, Lähmung
    • Tipps und bewährte Handgriffe, die das Wechseln von Kleidung erleichtern
  • Assistenz beim Essen und Trinken & Orale Pflegeassistenz
    • Bedeutung des Mundes
    • Assistenz bei der Mundpflege
    • Assistenz bei Schluckstörungen
  • Körperpflege, Duschen & Baden
    • Hygienisches Arbeiten – Was muss ich beachten?
    • Körperpflege inklusive Hygienestandards
    • Augen-, Ohren-, Nasenpflege
    • Pflege des Intimbereichs
    • Ausscheiden und Abführen
    • Hygienisches Arbeiten
    • Waschen im Bett, am Waschbecken und im Stehen
    • Haarewaschen
    • Duschen und Baden

2. Tag

  • Mobilisieren & Transferieren – Hilfreiches für Transfers, Umsetzen und Lagern
    • Bewegungen im Pflegebett: kopfwärts und seitwärts
    • Bewegungen im Sitzen: zurück und seitwärts
    • Transfer vom Pflegebett in den Rollstuhl und zurück: Alternativen zum Heben und Tragen ohne Hilfsmittel
    • Varianten, Funktionen und Handling des Rollstuhls
    • kleines Rollstuhltraining mit 4 Rollstühlen (inkl. üben im Straßenverkehr)

LERNZIELE

  • Erlernen oder Auffrischung von pflegerischem Wissen speziell für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf
  • Sicherheit im Alltag durch praktisches Üben von pflegerischen Abläufen
  • Sicherheit in der Kommunikation mit Assistenznehmenden
  • Transfer des Gelernten in die jeweiligen Praxisfelder
  • Angeleitete Eigenerfahrungen reflektieren, Verständnis vertiefen und erweitern

HINWEIS:
Bitte tragen Sie bequeme Kleidung. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Bereitschaft für praktische Übungen und Selbsterfahrung mitbringen sollten.

Termine: 28.04. – 29.04.2026 je von 10 Uhr bis 17 Uhr und 28.09 – 29.09.2026

Anmeldung bei der Cooperative Mensch

„Leib erleben und Berührung gestalten – Basale Stimulation und Leibphänomenologie in Beziehung, Begleitung und Bildung“

Die Tagung rückt den leiblichen Aspekt von Berührung in professionellen Beziehungen in den Mittelpunkt und bringt Basale Stimulation und Leibphänomenologie in einen lebendigen Dialog.

Wir laden ein, den Leib als subjektives Erleben aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten – wissenschaftlich fundiert, praktisch erprobt und persönlich erfahrbar.

Beginn der Fachtagung, ca. 13:00 – 18 Uhr (Uhrzeit vorläufig)

👉 Eröffnungsvortrag am Nachmittag durch Prof. Dr. Christel Bienstein

👉 Nachmittag – Vorträge:

  • Dr. phil. Heiner Friesacher:

„…und dann war da nur noch der Schmerz“ – Leiblichkeit als Ort existentiellen Erlebens“.

  • Prof. Dr. med. Hans-Joachim Hannich:

„Statthalter des Nicht-Wissens“ – Zur Abstinenz im Basalen Vorgehen.

👉 Abend: „Come together“ – Gemeinsames Abendessen für Mitglieder, ca. ab 18:30 (Uhrzeit vorläufig)

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📅 Samstag, 16. Mai 2026, ca. 09:00 – 17:00 Uhr (Uhrzeit vorläufig)

👉 Ganztägig – Vorträge:

  • Prof. Dr. rer. cur. Sabine M. Hartmann-Dörpinghaus:

Ohne Theorie ist alles nichts. Basale Stimulation im Spannungsfeld zwischen praktischer Anwendung und theoretischer Fundierung – eine phänomenologische Perspektive.

  • Dr. Marie-Madlen Jeitziner:

In verschiedenen Welten leben – Erfahrungen von Familienmitgliedern kritisch kranker Menschen.

  • Simon Arnold:

Schlaganfall mit 13 – trotz Widerständen positiv und selbständig durchs Leben.

  • Stephanie Rudolf:

Von der Patient:innen-Pflege zur Selbstpflege – Basale Stimulation trifft Achtsamkeit.

Termin: 15.-16.05.2026 in Darmstadt

Anmeldung direkt bei dem Förderverein für Basale Stimulation

In der Begleitung von Menschen mit Behinderung begegnen wir immer wieder dem Phänomen der Spastik. Dies führt bei der Person oft zu Schmerzen, einem negativen veränderten Körper- und Selbstwertgefühl. Die Eigenbewegung der Extremität nimmt immer weiter ab und lässt sich auch von außen immer schwerer assistieren. Die Begleitenden stehen oft ratlos dabei und haben weder Ideen noch Techniken hier entgegenzuwirken. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Modelle gibt es in der Literatur kaum, obwohl Spastiken zu unwiederkehrbarem Routinenphänomen gehören.

In dem Seminar setzen Sie sich praktisch mit den Spastiken auseinander Sie erfahren, wie es sich bei Ihnen selbst anfühlt und wie es automatisch zur Verstärkung kommt. Lernen Sie, wie man grundlegende Angebote aus dem Konzept der Basalen Stimulation und Kinaesthetik praktisch umsetzen kann.

Termin: 01.06.2026 von 10 – 14 Uhr

Anmeldung über die Cooperative Mensch

Atmung ist mehr als ein physiologischer Vorgang.
Sie ist Rhythmus, Orientierung und Sicherheit. Gerade für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit komplexer Behinderung oder palliativer Erkrankung ist sie oft eingeschränkt, flach oder angestrengt. Manche können nicht tief durchatmen. Andere brauchen Unterstützung beim Husten oder beim Regulieren von Spannung und Unruhe. Dieser Themenkurs widmet sich der bewussten Begleitung von Atmung und dem gezielten Einsatz von Vibration im Sinne der Basalen Stimulation®.

Inhalt und pädagogischer Schwerpunkt:
Im Mittelpunkt stehen atemstimulierende Angebote, Kontaktatmen, palliative Atembegleitung und der Einsatz von Vibration manuell, stimmlich oder mit einfachen Hilfsmitteln. Die Teilnehmenden erleben, wie diese Angebote Sicherheit vermitteln, Spannungszustände regulieren, Wohlbefinden fördern können und die Sauerstoffzufuhr verbessert werden kann. Der Kurs thematisiert Situationen aus dem Alltag mit palliativ erkrankten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung, die Unterstützung bei der Atmung benötigen, weil sie nicht tief atmen können oder Hilfe beim Husten brauchen. Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die Selbsterfahrung und Partner:innenerfahrung. Die Teilnehmenden spüren am eigenen Körper, wie Atmung, Berührung und Vibration wirken und welche Qualität von Sicherheit dadurch entsteht. Dieses Erleben bildet die Grundlage für einen achtsamen und verantwortungsvollen Transfer in den Alltag.

Was dieser Kurs vermittelt
• Sicherheit im Umgang mit atemstimulierenden Angeboten
• ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Atmung und Vibration
• Möglichkeiten zur Regulation von Spannung und Unruhe
• einen sensiblen, beziehungsorientierten Umgang mit Nähe und Berührung

Was dieser Kurs nicht ist
• keine Atemtherapie
• keine medizinische Intervention
• keine Notfall- oder Akutschulung

Organisatorisches
• Umfang: 8 Unterrichtseinheiten + 2 Stunden Selbststudium
• Abschluss: Teilnahmebescheinigung des IFBS e. V.
• Anerkennung: Themenkurs Basale Stimulation®
• Anrechenbarkeit: anrechenbar auf einen Basis- oder Aufbaukurs Basale Stimulation®

Zielgruppe
Pädagog:innen, psychosoziale Fachkräfte, Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Einzelfallhelfer:innen, Familienbegleiter:innen, Ärzt:innen und Interessierte

Termin: 02.06.2026 von 10 – 17 Uhr 

Kontakt über die Björn Schulz Stiftung

Pflegen Sie ein Kind oder Jugendlichen und sind auf der Suche nach einer schonenderen und effektiveren Methode der Bewegungsunterstützung? In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie durch bewusste Bewegungswahrnehmung Ihre körperliche Belastung verringern und zugleich die Mobilität der zu pflegenden jungen Menschen gezielt fördern können.

Statt Heben, Ziehen und Tragen entdecken Sie praxistaugliche Ansätze, die sich an natürlichen Bewegungsabläufen orientieren. Lassen Sie sich inspirieren und erlernen Sie Methoden, die Ihnen und den Menschen, die Sie pflegen, neue Bewegungsmöglichkeiten eröffnen.

Schwerpunkte des Workshops:
• Von automatisierten Bewegungen über Bewegungswahrnehmung zur erweiterten
Bewegungskompetenz
• Bewegungserfahrungen vom Einzelnen über Partner:innen hin zur Integration
bewegungseingeschränkter Heranwachsender
• Verschiedene Blickwinkel der Bewegung kennenlernen und ausprobieren
• Heben, Tragen, Ziehen und Zerren vermeiden und individuell angepasste Alternativen finden: im Sitzen/liegen bewegen, Transfer in den Rollstuhl
• Bewegung im Alltag achtsam begleiten: Ressourcenorientierte Unterstützung für nachhaltige Pflegeerfolge

In diesem Workshop lernen Sie, alltägliche Aktivitäten schonend zu gestalten. Ziel ist es, die Bewegungsfähigkeit und Selbstständigkeit zu fördern, die Lebensqualität für Pflegende und Gepflegte zu verbessern und Rückenproblemen präventiv entgegenzuwirken.

Zielgruppe:
Fachkräfte in der Pflege, pflegende Angehörige, Einzelfallhelfer:innen, Ehrenamtliche, Familienbegleiter:innen sowie alle, die junge Menschen in ihrer Bewegung begleiten möchten.

Wichtiger Hinweis:
Bitte kleiden Sie sich bequem und bringen Sie warme, rutschfeste Socken mit – ich lade Sie dazu ein, sich zu bewegen und Neues auszuprobieren!

Termin: 03.06.2026 von 09 – 15 Uhr

Kontakt über die Björn Schulz Stiftung

Inhalt:

Das Konzept der Basalen Stimulation unterstützt wahrnehmungsbeeinträchtigte Menschen in ihrer Kommunikation und ihrer Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen. Durch unterschiedliche Wahrnehmungsangebote werden diese Menschen über ihre Sinnesorgane auf positive Weise gefördert.

Der Basiskurs vermittelt über drei Tage praxisnah wie Kommunikation, Bewegung und Wahrnehmung die zentrale Rolle bei komplex beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen spielen und wie man anhand einfachster Angebote die Lebensqualität erheblich verbessern kann. Durch Eigenerfahrung spüren die Teilnehmenden wie man Muskelspannung reduziert, Eigenbewegung fördert, einen Dialog ohne Sprache anregt, Atmung vertieft usw.

Schwerpunkte:

  • Welche sind die elementarsten Möglichkeiten um andere zu erreichen?
  • Was gibt es für Angebote, dass sich ein beeinträchtigter junger Mensch spürt?
  • Wie gestaltet man eine gute Berührungsqualität?
  • Wie integriert man das in die tägliche Versorgung

Hinweis

Bitte tragen Sie bequeme Kleidung, da die Schulung sehr praktisch gestaltet wird. Bringen Sie sich eine Matte, eine Decke und ein Kissen mit und stellen Sie sich auf Eigenerfahrungen und Berührungen (vor allem der Hände) ein.

Die Teilnahme an einem Basiskurs für Basale Stimulation nach Prof. Dr. Fröhlich® ist Voraussetzung für einen Aufbaukurs.

Umfang:

Der Basiskurs enthält 24 Stunden Präsenzzeit und 6 Unterrichtsstunden à 45 Minuten Selbststudium. Insgesamt beträgt der Arbeitsaufwand/Workload 30 Stunden.

Termine:
07.09.2026(09:00 – 16:00 Uhr)
08.09.2026 (09:00 – 16:00 Uhr)
09.09.2026 (09:00 – 16:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 12 TN

Kosten:
590,00 Euro (Frühbucherpreis bis 07.08.2026)
640,00 Euro (Kursgebühr ab 08.08.2026)

Kursleitung:
Martina Götschel

Anmeldung über das Fortbildungszentrum in Köln

Wie wichtig ist es, eine gute Position zum Schlafen, Trinken oder zur Entspannung einzunehmen? Besonders Menschen mit Behinderung benötigen hierbei oft Unterstützung. Eine optimale Position schafft Wohlbefinden, erleichtert die von Atmung bis Verdauung, vermindert Spastiken/Kontrakturen und verhindert Druckstellen. Während das Lagern statisch ist, geht es bei der Positionsunterstützung um dynamische Anpassung und Bewegungsunterstützung. 
Diese Fortbildung ist ideal für Sie, wenn Sie Menschen mit Behinderung im Pflegebett unterstützen und ihre Lebensqualität verbessern wollen.

SCHWERPUNKTE

  • Praktische Anwendung: Erfahren Sie, wie verschiedene Positionen im Pflegebett praktisch analysiert und auf Menschen mit Behinderung (von Lähmung über Kontrakturen bis zu Fixierung) übertragen werden können.
  • Bewegungsunterstützung: Lernen Sie, wie Sie KlientInnen so unterstützen, dass sie ihre individuelle Bewegungsfreiheit erhalten können.
  • Expertenwissen: Diese Fortbildung basiert auf den neuesten Erkenntnissen und Standards, wie dem Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe“ und „Förderung der Mobilität“ sowie dem Pflegestärkungsgesetz II.
  • Interaktive Übungen: Üben Sie in praktischen Einheiten, wie sich Positionen an den Menschen anpassen – und nicht umgekehrt.

Hinweis: Bitte tragen Sie, wie auch im beruflichen Alltag, bewegungsfreundliche Kleidung.

Termin: 30.09.2026 von 9 – 13 Uhr

Kontakt und Anmeldung über die Cooperative Mensch

 

DOZENTIN
Martina Götschel
Heilerziehungspflegerin,
Kinaesthetics Trainerin,
Palliativfachkraft für Kinder und Jugendliche,
Praxisbegleiterin und Pflegeberaterin für Basale Stimulation in der Pflege

Termine

04.11.2026
05.11.2026
23.11.2026

Zeit

jeweils
10:00-17:00

Kosten

490,00 €

Format

Lehrgang-Seminar
Zertifikatskurs
Veranstaltungsort
Cooperative Mensch eG
Hinterhaus, 3. OG
Gubener Str. 49
10243 Berlin

Zielgruppe

Fachkräfte und Bezugspersonen, die Menschen mit komplexer Behinderung begleiten – pädagogisches und pflegerisches Personal, pflegende Angehörige, Ehrenamtliche und Auszubildende.

Teilnehmerzahl

mind. 6 max. 14
Kontakt
fortbildung@co-mensch.de
Telefon: (030) 446 872 300

Sie möchten mehr in der  Basalen Stimulation? Als Praxisbegleiter/in sind Sie die Ansprechperson für die Einrichtung und können selbst Seminare wie Basis-, Aufbaukurs und Thementage gestalten. Freuen Sie sich auch auf ein komplettes Didaktik Seminar, dass Sie auf die Rolle des Dozenten perfekt vorbereitet sind.

Mehr Informationen demnächst hier 🙂Praxisbegleiter Basale Stimulation

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24. Dezember - Fühlschnur

Eine Fühlschnur wirkt unscheinbar.
Doch ihre Wirkung ist klar, direkt und körpernah.
Genau das macht sie zu einem starken Spielangebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen haben ein großes Bedürfnis, ihre Hände einzusetzen.
Sie tasten. Sie nesteln. Sie greifen nach allem, was erreichbar ist.

Nicht aus Unruhe.
Sondern weil der Körper nach Spürreizen sucht.

Hände sind ständig in Bewegung.
Und wenn sie keine Aufgabe bekommen, suchen sie sich selbst eine.

Eine Fühlschnur setzt hier einen Gegenpol:

Sie ist da.
Sie bleibt.
Sie fällt nicht weg.
Und sie gibt den Händen etwas, das Sinn ergibt.

Warum eine Fühlschnur wirken kann

Spielen beginnt nicht im Kopf.
Spielen beginnt im Körper.

Bevor ein Mensch etwas „bewusst“ spielt, braucht er die Erfahrung:
Ich bewege mich – und etwas reagiert.

Genau das leistet eine Fühlschnur.

Sie verbindet Bewegung mit Rückmeldung.
Greifen mit Spüren.
Loslassen mit Wiederfinden.

Gerade für junge Menschen mit komplexer Behinderung ist das entscheidend.
Denn vieles im Alltag passiert an ihnen, nicht durch sie.

Eine Fühlschnur verändert das.

Wenn sich der Rollstuhl bewegt und ein Glöckchen leise antwortet.
Wenn ein Gegenstand mitschwingt und sichtbar wird.
Wenn die Hand etwas anhebt, prüft, vergleicht – auch oral.

Dann entsteht Spiel.
Nicht als Aufgabe.
Sondern als Selbstwirksamkeit.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Spielen untrennbar mit Wahrnehmen, Bewegen und Kommunizieren verbunden.

Es geht nicht darum, richtig zu spielen.
Es geht darum, überhaupt spielen zu können.

Eine Fühlschnur bietet dafür:

einen begrenzten Spielraum, der nicht überfordert
klare Materialien mit eindeutiger Rückmeldung
die Möglichkeit, Spürreize gezielt zu erleben
eine Struktur, die Sicherheit gibt
Spiel, das auch dann trägt, wenn es leise ist

Besonders wichtig:
Orales Erkunden ist kein Fehlverhalten.
Es ist Exploration.

Der Mund ist ein hochsensibles Wahrnehmungsorgan.
Was dort geprüft wird, wird verstanden.

Spielen und Fördern gehen hier Hand in Hand.
Nicht geplant.
Sondern erlebt.

Die Aktion kurz erklärt

Drei Schnüre von etwa 30 cm werden verknotet und miteinander verflochten.
Beim Flechten wird jeweils ein Gegenstand eingefädelt, bis drei Elemente integriert sind.

Weniger ist hier mehr.

Zum Beispiel: eine Plätzchenausstechform
ein Stück Knisterfolie (z. B. Rettungsdecke)
eine getrocknete Orangenscheibe

Die Fühlschnur wird so befestigt, dass sie erreichbar ist und mitschwingen darf.
Am Rollstuhl.
Am Tisch.
Im Blick- und Greifraum.

Nicht erklären.
Nicht auffordern.
Beobachten.

Spiel entsteht, wenn es Sinn ergibt.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr möchten als eine Idee –
wenn Sie den pädagogischen Hintergrund verstehen und Spiel gezielt anbieten wollen –, dann erwerben Sie doch den VIP-Pass. In einem Google Docs sind hier alle Ideen mit ausführlicher Schritt-für-Schritt Anleitung, Varianten, Erweiterungen und ausführlichem pädagogischem Hintergrund erläutert. Hier geht´s zum VIP-Pass: klick.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Heiligen Abend.
Und vielleicht diesen einen Moment,
in dem Hände etwas finden, das gestern noch gefehlt hat.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

10. Dezember - Weihanchtsglöckchen

Ein einzelnes Glöckchen klingt unscheinbar. Doch sein Ton ist klar, kurz und eindeutig. Genau das macht es zu einem starken auditiven Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen leben in einem Alltag voller Geräusche, die schwer zu sortieren sind. Stimmen, Technik, Hintergrundlärm. Oft bleibt unklar, was wichtig ist und was nur stört. Ein Glöckchen setzt hier einen Gegenpol: Es überfordert nicht, es drängt sich nicht auf. Es schafft einen Moment von Aufmerksamkeit und Orientierung.

Warum ein Glöckchen wirken kann

Hören beginnt nicht im Ohr, sondern im Körper.
Ein Klang erzeugt Bewegung – Vibration – die über Haut, Muskeln und Knochen weitergeleitet wird. Dieser Weg ist für viele Menschen deutlicher spürbar als das eigentliche Geräusch.

Damit ein auditives Angebot Wirkung zeigt, braucht es:

Eindeutigkeit: ein klarer Ton statt Klangteppich
Verlässlichkeit: Wiederholbarkeit statt Zufall
Klarheit im Raum: ein Signal, das sich lokalisieren lässt
Ruhe: kurze Impulse statt Dauerbeschallung
Bezug: ein Angebot, das in Beziehung stattfindet

Ein Glöckchen erfüllt all das.
Sein Klang ist klar strukturiert. Er hat einen kurzen Nachhall, der gut wahrnehmbar ist. Und er gehört zu dieser Jahreszeit – Weihnachten. Diese Verbindung kann Sicherheit vermitteln, bevor überhaupt verstanden wird, woher der Ton kommt.

Was pädagogisch dahintersteht

Im Konzept der Basalen Stimulation spielt auditives Wahrnehmen eine zentrale Rolle:
Es hilft, die Umgebung einzuschätzen, Grenzen im Raum zu erkennen und die eigene Position besser zu verstehen. Gerade für Menschen, deren Bewegungsmöglichkeiten begrenzt sind, kann ein einzelner Ton ein wichtiger Orientierungspunkt sein.

Ein Glöckchen bietet dafür:

eine klare Reizquelle, die nicht verschwimmt
eine kurze Dauer, die nicht überfordert
eine räumliche Zuordnung, die mit dem Körper verknüpft werden kann
eine Verbindung von Hören und Fühlen, wenn der Klang über Vibration spürbar wird

So entsteht ein Moment von Selbstwirksamkeit und Begegnung – selbst dann, wenn ein Mensch kaum sichtbar reagieren kann. Es geht nicht um Leistung und nicht um Üben.
Es geht um Wahrnehmung.
Um Ankommen.
Und um Orientierung im Kleinen.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden geöffnet. Danach verschwindet es aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten,
konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen,
Varianten für jede Tagesform,
oder Beispiele aus meiner Praxis 

👉 dann tragen Sie sich gleich für die basal-bewegt Post ein.
Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den vollständigen Impuls direkt in Ihr Postfach – ausführlicher, praktischer und so, dass Sie ihn sofort im Alltag anwenden können.

Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Entdeckungstour durch die Welt der Basalen Stimulation und einen besinnlichen neunten Dezember.

✨ basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

Türchen verpasst? Kein Problem!

Dieses Adventskalender-Türchen ist bereits geschlossen –
aber Sie können alle bisherigen Inhalte trotzdem nachlesen und die kommenden Impulse vertieft erleben.

Im VIP-Pass zum basal-bewegt Adventskalender der Sinne finden Sie:

  • alle bisherigen Türchen zum Nachholen

  • zusätzliche Videos, Bilder und Reflexionsfragen

  • praktische Umsetzungshilfen für den Alltag – ganz ohne Heben und Tragen

Damit verpassen Sie nichts mehr und können jeden basalen Impuls in Ihrem Tempo entdecken.

Der VIP-Pass enthält alle bisherigen und künftigen Advents-Inhalte gesammelt an einem Ort für 24 Euro.

Interessiert?

Melden Sie sich hier an um von mir regelmäßig Impulse zu mehr Lebensqualität mit jungen behinderten Menschen zu erhalten.
Außerdem bekommen Sie den Link zum Online Stammtisch zum letzten Dienstag jedes Quartals.

Ich nehme den Datenschutz sehr ernst. Sie bekommen von mir nur die angeforderten Impulse, Tricks und Ideen rund um Palliativversorgung, Basale Stimulation und Kinästhetik zugeschickt. Dazu nutze ich den Anbieter ActiveCampaign.

3. Dezember - Tattoos, die Orientierung schenken

 

Herzlich willkommen zum dritten Türchen des basal-bewegt Adventskalenders!

Heute widmen wir uns einer Erfahrung, die vielen jungen Menschen mit komplexer Behinderung im Alltag fehlt: der spürbaren Grenze des eigenen Körpers – erfahrbar durch ein einfaches Ritual aus Ausstreichen und einem kleinen Tattoo.

Eine ruhige Hand.
Ein klarer Verlauf von der Schulter bis zur Hand.
Ein Punkt auf der Haut, der sagt: „Hier bin ich.“
Mehr braucht es nicht, damit ein Mensch mit schwerer Behinderung wieder ein Stück selbst spüren kann. ✨

Mit gleichmäßigen, wiederholten Ausstreich-Bewegungen über den Arm entsteht eine Erfahrung, die tief in das somatische System wirkt: Sie macht die Hautgrenze spürbar. Sie vermittelt Orientierung. Und ganz oft führt sie zu genau dem Moment, in dem etwas im Körper weicher wird – oder der Blick für einen Augenblick präsenter wird.

Warum das wirkt

Somatische Wahrnehmung entsteht durch Berührung, Rhythmus und die klare Weiterleitung von Reizen über Haut, Muskeln und Knochen.
Sie ist die Basis dafür, dass ein Mensch überhaupt ein Körperbild entwickeln kann:
Wo bin ich? Wo beginnt mein Arm? Wo hört er auf? Gehöre ich zusammen?

Genau diese Erfahrungen fehlen vielen jungen Menschen im Alltag:
lange Positionierungszeiten, wenig Eigenbewegung, viel Pflege – wenig klarer Hautkontakt.

Ausstreichen bringt das zurück.
Nicht hektisch. Nicht zufällig.
Sondern langsam, flächig, vorhersehbar.

Der Körper erhält darüber Informationen, die Halt geben:

„Das ist mein Arm.“
„Hier verläuft er.“
„Ich bin im Raum.“

Das Tattoo selbst – ein kleiner Stern, ein Stiefel, ein Weihnachtsbaum – ist nur die sichtbare Spur.
Die eigentliche Erfahrung passiert vorher:
Grenze spüren. Körperform erkennen. Orientierung zurückgewinnen.

Und manchmal sogar:
ein kleines Lächeln oder das stille Hinhalten des zweiten Arms.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten oder Beispiele aus meiner Praxis –

👉 dann tragen Sie sich jetzt für die basal-bewegt Post ein.
Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den vollständigen Impuls direkt in Ihr Postfach – ausführlich, praxisnah und so, dass Sie ihn sofort anwenden können.

Ich wünsche Ihnen einen berührenden dritten Dezember und eine schöne Entdeckung der somatischen Wahrnehmung.

✨ basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

8. Dezember - individuell angepasste Weihnachtsgeschichte

Ein spontanes Knistern.
Ein Atemzug, der sich verändert – und plötzlich hat jemand etwas bewirkt, das vorher nicht da war.

Für viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit komplexer Behinderung sind genau solche Momente selten.
Sie bringen sich im Alltag mit ganz viel Körper hinein – aber ihre Beiträge gehen oft im Rhythmus der Versorgung unter. Sie reagieren, sie werden bewegt, sie werden begleitet. Doch Situationen, in denen ihr eigener Impuls etwas auslöst, sind rar.

Selbstwirksamkeit entsteht aber genau dann:
wenn Ausdruck und Wirkung zusammenkommen.
Wenn ein Mensch nicht nur Teil der Situation ist, sondern sie an einer kleinen Stelle mitgestaltet – durch einen eigenen Impuls, eine Bewegung, ein Geräusch, eine Pause.

Und genau hier setzt die individuell angepasste Weihnachtsgeschichte an.

Sie ist kein Bastelprojekt.
Sie ist kein „nett fürs Herz“.
Sie ist ein Raum, in dem ein junger Mensch erleben kann:

„Das war ich. Das gehört zu mir. Und es verändert etwas.“

Der Impuls – egal ob Laut, Lachen, Schnalzen, Fußbewegung, Knistern oder einfach ein Atemrhythmus – wird nicht überhört oder zufällig mitgenommen.
Er bekommt Bedeutung.
Er wird Teil der Handlung.

● eine Geschichte, die auf diesen Impuls wartet
● eine Wendung, die erst durch ihn entsteht
● ein Moment, der sichtbar macht: Dieser Mensch wirkt

So wird aus einem kleinen Ausdruck plötzlich ein Beitrag.
Aus einer Alltagsbewegung wird eine Entscheidung.
Aus einer Reaktion wird eine eigene Spur in der Geschichte.

Das ist Selbstwirksamkeit:
nicht groß, nicht spektakulär, nicht laut –
sondern unmittelbar, echt und in der Beziehung spürbar.

Und deshalb stelle ich im Advent jeden Tag einen Impuls vor, der Wahrnehmung, Beteiligung und eigene Handlung wieder möglich macht – unabhängig vom Alter, unabhängig vom motorischen Profil, unabhängig davon, wie laut oder leise dieser Impuls ist.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieses Türchen ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden sichtbar – morgen öffnet sich der nächste Raum.

Wenn Sie die vollständigen Impulse erhalten möchten – inklusive:

● Praxisbeispiele
● pädagogischem Hintergrund
● Varianten und Erweiterungen
● Schritt-für-Schritt-Anleitungen

👉 Tragen Sie sich in die basal-bewegt Post ein.

Jeden Morgen vor 8 Uhr erhalten Sie den kompletten Impuls direkt in Ihr Postfach – klar, praxisnah und sofort umsetzbar.

Ich wünsche Ihnen einen selbstwirksamen achten Dezember. ✨

1. Dezember - Kugelbild und die Vestibuläre Stimulation

Herzlich willkommen zum ersten Türchen unseres Adventskalenders!

Eine Murmel. Ein bisschen Farbe. Ein Karton auf dem Rollstuhltisch.

Mehr braucht es nicht, damit ein junger Mensch mit komplexer Behinderung eine eigene Spur hinterlässt. ✨

Während Sie gemeinsam ein paar Schritte gehen – kleine Bögen, sanfte Richtungswechsel – beginnt die Murmel zu rollen. Die Linie auf dem Papier zeigt, was sonst unsichtbar bleibt: Bewegung wird spürbar. Beteiligung wird sichtbar.

Warum das wirkt

Das Vestibulärsystem reagiert auf jede noch so kleine Veränderung von Tempo, Beschleunigung, Richtung oder Neigung. Genau diese feinen Bewegungsimpulse fehlen vielen Menschen ohne Eigenbewegung.
Das Kugelbild bringt sie zurück – ruhig, sicher und direkt im Rollstuhl.
Das Ergebnis ist zweitrangig. Die Erfahrung ist das Eigentliche:
„Ich bewege etwas. Ich hinterlasse eine Spur.“

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden geöffnet. Danach verschwindet es aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten,
konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen,
Varianten für jede Tagesform,
oder Beispiele aus meiner Praxis 

👉 dann tragen Sie sich gleich für die basal-bewegt Post ein.
Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den vollständigen Impuls direkt in Ihr Postfach – ausführlicher, praktischer und so, dass Sie ihn sofort im Alltag anwenden können.

Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Entdeckungstour durch die Welt der Basalen Stimulation und einen besinnlichen ersten Dezember.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

2. Dezember - Klopfen, wenn der Körper vibriert

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Herzlich willkommen zum zweiten Türchen des basal-bewegt Adventskalenders! Heute tauchen wir ein in die faszinierende Welt der vibratorischen Wahrnehmung im Umgang mit komplex behinderten jungen Menschen.

Eine leere Küchenrolle.
Ein ruhiger Rhythmus.
Ein Körper, der wach werden darf.
Mehr braucht es nicht, damit ein junger Mensch mit komplexer Behinderung spürt: „Ich bin da.“

Mit sanften Klopfbewegungen über Arme, Brustkorb, Schultern oder Alltagssgegenstände entsteht eine Vibration, die tief in den Körper wandert. Sie macht aufmerksam. Sie holt Orientierung zurück. Und ganz oft weckt sie ein kleines Lächeln – oder wenigstens diesen Moment, in dem der Blick klarer wird.

Warum das wirkt

Vibratorische Wahrnehmung gehört zu den ursprünglichsten Erfahrungen, die wir haben. Sie entsteht durch Schwingung, Rhythmus und die Weiterleitung von Druck über Knochen und Gewebe.
Gerade diese Erfahrungen fehlen vielen jungen Menschen im Alltag: lange Sitzzeiten, wenig Eigenbewegung, viel Versorgung – wenig Schwingung.

Klopfen bringt das zurück.
Nicht laut. Nicht schnell. Sondern ruhig, wiederkehrend, körpernah.
Der Körper erhält darüber eine Information, die ihm Halt gibt:
„Da ist meine Schulter.“
„Da ist mein Brustkorb.“
„Ich bin im Raum.“

Das Ergebnis – ein Klopf Bild voller kleiner Kreise – ist nur die sichtbare Spur.
Die eigentliche Erfahrung passiert vorher: Nähe, Orientierung, Wachheit.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden geöffnet. Danach verschwindet es aus dem öffentlichen Bereich.

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Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Entdeckungstour durch die Welt der Basalen Stimulation und einen besinnlichen zweiten Dezember.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

4. Dezember - Zuckerguss-Häuschen: Genuss und Erfahrung

Ein Tropfen Zuckerguss.
Ein Duft, der an Weihnachten erinnert.
Ein kleines Knistern im Körper – und plötzlich wird der Mund wieder neugierig.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung kennen ihren Mund fast nur aus der Pflege: Zahnbürste, Absaugen, Medikamente, „noch ein Löffel“.
Wenig Genuss.
Wenig Selbstbestimmung.
Viel Abwehr.

Dabei ist genau dieser Bereich der stärkste Sinnesraum, den Ihr Kind hat.
Die Zunge macht alles größer, deutlicher, lebendiger. Ein kleiner Geschmack kann mehr Wachheit auslösen als jede Ansprache. Und ein sanfter Duft kann Türen öffnen, die lange verschlossen schienen.

Orale Stimulation bedeutet nicht Essen.
Sie bedeutet:
spüren
riechen
kosten
neugierig werden
– im eigenen Tempo und ohne Druck.

Sie bedeutet, dem Mund positive Erfahrungen zurückzugeben.
Nicht als Therapie.
Sondern als Moment von Nähe, Freude und echtem Erleben.

Genau solche Mini-Erlebnisse stelle ich im Advent jeden Tag vor:
Ideen, die einfach sind.
Die Spaß machen.
Die Beteiligung ermöglichen – egal auf welchem Niveau.
Und die dem Mund Ihres Kindes wieder zeigen:
„Hier passiert etwas Schönes.“

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Entdeckungstour durch die Welt der Basalen Stimulation und einen besinnlichen zweiten Dezember.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

5. Dezember - Fußbad

Füße im Wasser

Wenn Füße wieder auftauchen – warum Körperenden so entscheidend sind

Zwei Füße im warmen Wasser.
Ein kurzer Druck gegen den Boden der Schüssel.
Ein kleines Zucken in den Zehen – und plötzlich ist da ein Moment von „Ich bin da“.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihre Füße kaum noch bewusst.
Nicht, weil sie nichts spüren könnten.
Sondern, weil ihr Alltag ihnen fast alle Reize nimmt, die Füße normalerweise brauchen:

● keinen Druck durch Schritte
● keinen Kontakt mit dem Boden
● keine Vibrationen, wenn ein Auto vorbeifährt
● keine Temperaturwechsel und verschiedene Untergründe
● kaum Bewegung in Ferse oder Zehen
● viel Hängelage, viele Orthesen, wenig Orientierung

Laufende Menschen bekommen über ihre Füße ständig Informationen.
Unsere Kinder im Rollstuhl dagegen: fast keine.

Und genau das verändert das Körperschema.
Wenn die Füße als Körperenden nicht spürbar sind, verliert der Mensch ein Stück innere Orientierung.
Der Körper weiß schlechter, wo er beginnt und wo er endet.
Die Wahrnehmung wird flacher.
Spannung und Unruhe nehmen zu.
Der Blick verliert Tiefe.

Die gute Nachricht:
Die Füße sind dankbar.
Schon kleine, klare Reize – Wärme, Druck, leichte Bewegung – können verlorene Orientierung zurückbringen.
Sie helfen dem Körper, sich wieder als Ganzes zu erleben.
Sie machen wach.
Sie beruhigen.
Sie schenken Präsenz.

Es geht nicht nur um Wellness.
Es geht um Körperwissen.
Um die Rückmeldung:
„Hier bin ich. Das bin ich.“

Genau solche Mini-Erlebnisse stelle ich im Advent jeden Tag vor:
Impulse, die leicht machbar sind, aber tief wirken.
Ideen, die Wahrnehmung ermöglichen – egal auf welchem Niveau.
Momente, die zeigen:
Auch Füße, die oft „nur mitfahren“, können wieder lebendig werden.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden online.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten,
konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen,
Varianten und Erweiterungen 
und Beispiele aus meinem Alltag

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Ich wünsche Ihnen einen warmen, gut spürbaren fünften Dezember. ✨

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

6. Dezember - mit Salzteig zur taktilen Wahrnhemung

Ein bisschen Teig in der Hand der zum erforschen einlädt und plötzlich ist da dieser Moment von „Ich bin da“.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihre Hände kaum bewusst. Nicht, weil sie nichts spüren könnten. Sondern, weil ihr Alltag ihnen fast alle Reize nimmt, die Hände normalerweise brauchen:

● wenig Kontakt zu unterschiedlichen Materialien
● viel Funktion – wenig Spüren
● wenig Druckflächen, viel Technik
● wenig Wärme, wenig Struktur, wenig Veränderung
● selten Momente, in denen Hände ohne Erwartung berührt werden

Für Menschen, die nicht greifen, nicht tragen, nicht selbst Dinge halten können, wird die Hand oft zu einem Ort ohne Bedeutung. Und genau das verändert das Körperschema.
Wenn Hände als Körperenden nicht spürbar sind, verliert der Mensch Orientierung. Spannung steigt. Der Körper fühlt sich „weiter weg“ an. Der Blick verliert Präsenz.

Die gute Nachricht:
Hände sind dankbar.
Schon kleine, klare Reize – Struktur, Wärme, Druck – können verlorene Orientierung zurückbringen.

Salzteig ist dafür eines der einfachsten Mittel.
Er ist warm, er reagiert sofort und er zeigt jedem Kind:
Ich berühre etwas und etwas antwortet.

Teig im Handteller, in den Fingerzwischenräumen, an den Fingerspitzen und auch an der Handaußenseite.

Es geht nicht um Basteln.
Es geht um Körperwissen.
Um die Rückmeldung:
„Hier beginnt meine Hand. Und hier endet sie.“

Genau solche Mini-Erlebnisse stelle ich im Advent jeden Tag vor.
Impulse, die leicht machbar sind und trotzdem tief wirken.
Ideen, die Wahrnehmung ermöglichen – egal, wie viel Bewegung Ihr Kind mitbringt.
Momente, die zeigen:
Auch Hände, die oft „nur mitlaufen“, können wieder lebendig werden.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Jedes Türchen ist nur 24 Stunden online.

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Varianten und Erweiterungen
und Beispiele aus meinem Alltag:

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7. Dezember - Wenn Hände wach werden – warum haptische Erfahrungen so kraftvoll sind

Ein Riss in der Zeitung.
Ein Finger im Kleister.
Ein Druck auf eine noch weiche Form – und plötzlich entsteht etwas, das vorher nicht da war.

Für viele junge Menschen mit komplexer Behinderung sind genau solche Momente selten. Ihre Hände sind im Alltag oft viel mit dabei, aber wenig beteiligt. Sie liegen auf dem Rollstuhltisch, der Armlehne oder sind zur Faust geballt am Brustkorb und bekommen kaum Gelegenheit, ein Material wirklich zu verändern.

Haptische Wahrnehmung entsteht aber genau dann:
wenn Spüren und Bewegen zusammenkommen.
Wenn die Hand nicht nur berührt wird, sondern selbst etwas tut – geführt, mitgeführt oder eigenständig.

Pappmaché ist dafür ein überraschend starkes Medium.
Es fordert die Hände heraus, ohne sie zu überfordern.

● Zeitung reißt mit Widerstand und Geräusch
● Kleister klebt, verändert die Geschwindigkeit der Bewegung
● Papier lässt sich in jede Richtung drücken, ziehen, streichen
● aus groben Bewegungen werden plötzlich feinere
● jede kleine Handlung erzeugt ein sichtbares Ergebnis

Ein Pappmaché-Wichtel zum Beispiel entsteht nicht einfach so. Er wächst Schicht für Schicht in den Händen. Erst grob, dann feiner. Erst unsicher, dann mutiger. Und genau das macht diese Aktivität für viele Kinder so wertvoll: Sie zeigt ihnen, dass ihre Hände etwas bewirken – selbst wenn die Bewegungen klein, unkoordiniert oder geführt sind.

Es geht also nicht um Bastelromantik.
Es geht um Körperwissen.
Um Orientierung.
Um Selbstwirksamkeit.
Um die Erfahrung: „Wenn ich mich bewege, verändert sich etwas.“

Solche Erlebnisse fehlen im Alltag oft schmerzlich.
Darum stelle ich im Advent jeden Tag einen Impuls vor, der Wahrnehmung wieder möglich macht – egal wie viel Bewegung ein Kind mitbringt.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieses Türchen ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen ist nur 24 Stunden sichtbar – morgen öffnet sich der nächste Raum.

Wenn Sie die vollständigen Impulse erhalten möchten, inklusive:

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen

  • Varianten und Erweiterungen

  • Praxisbeispielen

  • pädagogischen Hintergründen

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Jeden Morgen vor 8 Uhr bekommen Sie den kompletten Impuls direkt in Ihr Postfach – klar, praxisnah und sofort umsetzbar.

Ich wünsche Ihnen einen haptisch reichen siebten Dezember. ✨

9. Dezember - Nelkenspiken

Eine Mandarine. Ein Duft. Ein kleiner Moment, der mehr öffnet als Worte.

Eine junge Frau, blind, mit engen Fäusten und einem Oberkörper, der tief in die Sitzschale drückte.
Ich legte ihr eine Mandarine in die Hand. Mehr nicht.
Erst das Gewicht. Dann das Rollen über den Arm. Dann das Schälen, ganz nah an ihren Händen.

Der Duft kam zuerst.
Noch bevor sie bewusst reagierte, veränderte sich etwas. Ihr Atem. Die Spannung. Dieser winzige Moment, in dem der Körper sagt: Ich bin da.

Nelken fand sie eigentlich zu pieksig.
Doch die Kombination aus warmem Mandarinenöl und dem würzigen Nelkenduft zog sie immer wieder zurück.
Sie steckte weiter Nelken hinein – und am Ende stand diese kleine Mandarine auf ihrem Tisch. Wichtiger als jede Deko. Ein Orientierungspunkt, zu dem sie immer wieder zurückfand.

Warum das wirkt?

Weil Gerüche anders arbeiten als Worte.
Sie erreichen das limbische System direkt.
Sie wirken, bevor wir sie bewusst bemerken.
Und sie verschwinden wieder – sanft, ohne zu überfordern.

Für viele junge Menschen mit komplexer Behinderung ist das ein sicherer Zugang. Ein Stück Welt, das spürbar ist, ohne dass sie etwas leisten müssen.

Ihr Impuls für heute
Geben Sie eine Mandarine in die Hand des jungen Menschen.
Rollen Sie sie über Arm oder Brustkorb.
Schälen Sie sie gemeinsam.
Riechen Sie an Schale, Frucht, Nelken.
Und wenn es passt: stecken Sie eine Nelke hinein. Oder keine. Alles darf sein.

Geruch ist Einladung, kein Auftrag.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Jedes Türchen ist nur 24 Stunden geöffnet. Danach verschwindet es aus dem öffentlichen Bereich.

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Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Entdeckungstour durch die Welt der Basalen Stimulation und einen besinnlichen neunten Dezember.

 basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

11. Dezember - Der Schneebecher und das Sehen

 Ein Schneebecher wirkt unscheinbar. Doch seine Bewegung ist klar, langsam und eindeutig. Genau das macht ihn zu einem starken visuellen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen erleben ihre visuelle Umwelt nicht so, wie wir sie kennen.
Bilder verschwimmen. Räume sind zu groß. Licht ist zu grell oder zu wenig. Oft bleibt unklar, wo etwas beginnt und wo es endet. Und noch häufiger ist Sehen einfach anstrengend – ein ständiges Sortieren von Eindrücken, die nicht zusammenpassen wollen.

Ein Schneebecher setzt einen Gegenpol:
Er ist klein.
Er ist überschaubar.
Er bewegt sich vorhersehbar.
Und er schafft genau den Moment, in dem ein Blick wieder Halt findet.

Warum ein Schneebecher wirken kann

Sehen beginnt nicht mit einem klaren Bild.
Sehen beginnt damit, dass das Licht den Sehnerv genau trifft – ein winziger Punkt, der bei vielen Kindern schon schwierig ist. Danach kreuzen sich die Signale im Gehirn, wandern zurück in den Hinterkopf und werden dort zu dem zusammengesetzt, was wir „Welt“ nennen.

Ein unfassbar komplizierter Prozess.
Kein Wunder, dass viele junge Menschen mit einer komplexen Behinderung als sehbehindert gelten.

Und kein Wunder, dass schnelle Reize, blinkende Lichter oder Bildschirme nicht nur überfordern, sondern das ganze Körpersystem in Stress bringen können – bis hin zu Schutzstarre oder epileptischen Ereignissen.

Deshalb brauchen diese Kinder etwas anderes:
kleine, klare, ruhige Impulse.

Ein Schneebecher erfüllt genau das:

• Er begrenzt den Blickraum.
• Er überfordert nicht.
• Er bietet langsame, nachvollziehbare Bewegungen.
• Er lädt den Blick ein, ohne ihn zu drängen.

Die Schnipsel sinken.
Sie drehen sich.
Sie kommen zur Ruhe.
Und manche Kinder folgen ihnen – einen kleinen Moment, aber bewusst.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist visuelle Wahrnehmung untrennbar mit Orientierung, Sicherheit und Beziehung verbunden.
Es geht nicht darum, „richtig zu schauen“.
Es geht darum, die Welt ein Stück fassbarer zu machen.

Ein Schneebecher bietet dafür:

• eine Reizquelle, die klein genug ist
• eine Bewegung, die nicht erschreckt
• einen optischen Raum, der Struktur gibt
• eine Vorhersehbarkeit, die Sicherheit schafft
• die Möglichkeit, auch minimale Reaktionen wahrzunehmen

Sehen braucht Zeit.
Sehen braucht Ruhe.
Und Sehen braucht Angebote, die passen.

Ein Schneebecher ist dafür ideal – gerade in einer Welt, die für viele zu laut und zu schnell ist.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich gleich für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fachlich fundiert, ruhig erklärt, alltagsnah und so, dass Sie ihn direkt mit Ihrem Kind umsetzen können.

Ich wünsche Ihnen einen klaren, ruhigen achten Dezember,
und vielleicht diesen einen Moment, in dem ein Blick etwas findet, das gestern noch zu schnell war.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

23. Dezember - Zaubersand herstellen

Zaubersand herstellen wirkt unscheinbar.
Doch seine Schwere, seine Formbarkeit und seine Ruhe machen ihn zu einem starken taktilen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen erleben ihre Umwelt nicht über Halt und Widerstand, sondern über etwas ganz anderes.

Berührungen kommen oft zielgerichtet.
Bewegungen passieren schnell.
Materialien sind leicht, flüchtig, sofort wieder weg.

Was häufig fehlt, ist das, was trägt.

Etwas, das bleibt.
Etwas, das sich formen lässt.
Etwas, das Druck aushält, ohne zu überfordern.

Genau hier setzt das Element Erde an.

Ein Zaubersand setzt einen Gegenpol:

Er ist schwer genug, um spürbar zu sein.
Er ist formbar, ohne zu zerfallen.
Er bleibt dort, wo er angeboten wird.
Und er schafft genau den Moment, in dem der Körper wieder Rückmeldung bekommt.

Hände drücken.
Spuren entstehen.
Formen halten – ein bisschen länger als gedacht.

Und manche Kinder bleiben genau hier.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Aber deutlich.

Warum Zaubersand wirken kann

Taktile Wahrnehmung beginnt nicht an den Fingern.

Sie beginnt im ganzen Körper.
Über Druck.
Über Widerstand.
Über das Erleben von Grenze.

Für viele junge Menschen mit komplexer Behinderung ist genau das herausfordernd.
Der eigene Körper fühlt sich oft diffus an.
Reize kommen ungefragt.
Grenzen sind schwer spürbar.

Erde wirkt hier ordnend.

Nicht, weil sie etwas „fördert“.
Sondern weil sie Antwort gibt.

Ein Druck wird beantwortet.
Eine Bewegung hinterlässt eine Spur.
Ein Griff verändert etwas sichtbar.

Zaubersand verstärkt diese Qualität der Erde, ohne ihre Schwere unkontrollierbar zu machen.

Er klebt nicht.
Er rieselt nicht sofort davon.
Er zerfällt nicht bei jeder Berührung.

Er hält Form.
Er lässt Zeit.
Er bleibt überschaubar.

Und genau das ist entscheidend.

Denn viele Kinder brauchen keine neuen Reize.
Sie brauchen Reize, die verständlich sind.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist taktile Wahrnehmung eng verbunden mit Sicherheit, Orientierung und Selbstwirksamkeit.

Es geht nicht darum, etwas „zu fühlen“.
Es geht darum, sich im eigenen Körper zu verorten.

Zaubersand bietet dafür:

eine klare taktile Rückmeldung
ein Material mit Widerstand
eine Formbarkeit ohne Kontrollverlust
eine Begrenzung, die Sicherheit gibt
die Möglichkeit, Spuren zu hinterlassen und wieder zu verändern

Erde lässt etwas entstehen.

Nicht nur Formen im Sand.
Sondern auch dieses innere Gefühl von:
Ich habe etwas bewirkt.

Gerade im Advent, wenn vieles leicht, hell und schnell ist, wird diese Qualität besonders wertvoll.

Erde erdet.
Sie holt zurück.
Sie macht langsam.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fundiert, ruhig erklärt, mit dem pädagogischen Hintergrund hinter der Aktion.
So, dass Sie verstehen, warum etwas wirkt – und es passend für Ihr Kind umsetzen können.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Dezembertag
und vielleicht diesen einen Moment,
in dem Erde nicht schmutzig ist,
sondern trägt.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

12. Dezember - Rentierglas

Wenn mehrere Sinne endlich zusammenspielen dürfen: 🦌

Ein Glas steht da.
Unspektakulär.
Bis ein junger Mensch ein erstes Stück hineingleiten lässt – und plötzlich verbinden sich Hand, Ohr, Auge und Beziehung zu einem Moment, der Halt gibt.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihre Wahrnehmung in kleinen Inseln.
Ein Geräusch hier.
Ein kurzer Blick dort.
Eine Berührung irgendwo dazwischen.

Selten entsteht ein Ganzes.
Selten ein Moment, in dem mehrere Sinne gemeinsam arbeiten – ohne Stress, ohne Geschwindigkeit, ohne Reizüberflutung.

Ein Rentier-Glas setzt genau hier an:
Es ist klein.
Es ist überschaubar.
Es macht klare, wiedererkennbare Reize.
Und es lädt ein, selbst etwas beizutragen.

Warum ein Rentier-Glas wirken kann

Wahrnehmung ist kein einzelner Sinn.
Sie ist ein Zusammenspiel aus Fühlen, Sehen, Hören, Riechen – und der Beziehung, die alles trägt.

Beim Füllen des Glases passiert genau das:

Die Hand fühlt die Form eines Brezelstücks.
Das Auge verfolgt die Bewegung zum Glas.
Das Ohr bekommt einen klaren Ton, sobald das Stück hineinfällt.
Die Nase nimmt den salzigen Duft wahr.
Und Ihr Kind merkt: „Ich kann hier etwas tun.“

Diese Verbindung ist selten – und unglaublich wertvoll.
Sie schafft Orientierung.
Sie schafft Verlässlichkeit.
Und sie schafft einen Rahmen, in dem Ihr Kind nicht nur reagiert, sondern selbst aktiv wird.

Für viele ist das ein kleiner Moment – für Ihr Kind kann es ein großer Schritt sein.

Was pädagogisch dahintersteht

Basale Stimulation versteht Wahrnehmung als etwas Ganzheitliches.
Nicht als „ein Sinn nach dem anderen“.
Sondern als Prozess, der wächst, sobald ein Mensch sich sicher fühlt.

Ein Rentier-Glas erfüllt genau die Grundideen des Konzepts:

  • klare Struktur

  • wiederkehrende Reize

  • ein kleiner, überschaubarer Raum

  • eine Aufgabe, die Sinn ergibt

  • ein Ergebnis, das sichtbar ist

Es fordert nicht.
Es überfordert nicht.
Es begleitet.

Und es zeigt Ihnen manchmal Dinge, die sonst leicht übersehen werden:
ein minimaler Griff, ein leiser Laut, ein kurzer Blick in Richtung des Glases.
Kleine Zeichen, die in anderen Situationen schnell untergehen.

Hier dürfen sie groß werden.

Warum gerade diese Aktion so wertvoll ist

Weil mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden – ohne Chaos, ohne Geschwindigkeit, ohne den Druck, etwas „richtig“ machen zu müssen.

  • Das Tasten gibt Orientierung in der eigenen Hand.

  • Das Hören bestätigt: „Ich habe etwas bewirkt.“

  • Das Sehen verbindet Handlung und Ergebnis.

  • Das Riechen schafft Nähe zu etwas Bekanntem.

  • Und die Beziehung gibt Sicherheit, alles in eigenem Tempo zu tun.

So entsteht Wahrnehmung als Ganzes.
Ruhe.
Klarheit.
Selbstwirksamkeit.

Ein Geschenk, das im Alltag oft fehlt.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden sichtbar und verschwindet dann wieder aus dem öffentlichen Bereich.

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Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fundiert, ruhig erklärt, so dass der pädagogische Hintergrund deutlich wird und zur Aktivität einlädt.

Ich wünsche Ihnen einen warmen, klaren Moment mit Ihrem Rentier-Glas heute.
Vielleicht zeigt Ihr Kind Ihnen etwas, das Sie gestern noch nicht sehen konnten.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

13. Dezember - eigenes Weihnachtslied

 

Ein eigenes Weihnachtslied wirkt unscheinbar.
Und genau darin liegt seine Kraft.

Kein Instrument.
Kein Können.
Kein „schön singen“.

Nur ein Rhythmus, der bleibt.
Eine Stimme, die trägt.
Und ein Mensch, der gemeint ist. 🎶

Für viele junge Menschen mit komplexer Behinderung ist Sprache kein verlässlicher Kommunikationsweg. Worte kommen nicht an. Oder sie kommen zu schnell. Oder sie verlieren unterwegs ihre Bedeutung.

Was bleibt, ist der Körper.

Atem.
Spannung.
Tempo.
Wiederholung.

Und genau hier setzt ein eigenes Weihnachtslied an.

Wenn Worte nicht tragen, trägt Rhythmus

Nicht sprechende junge Menschen erleben ihre Umwelt oft fragmentiert.
Nicht linear.
Nicht eindeutig.

Zeit ist schwer zu greifen. Übergänge sind unklar. Situationen wechseln, ohne angekündigt zu sein. Das kostet Kraft. Und führt nicht selten zu Rückzug, innerer Unruhe oder Schutzreaktionen.

Ein Lied setzt einen Gegenpol.

Nicht laut.
Nicht fordernd.
Nicht überfordernd.

Sondern:

Es wiederholt sich.
Es bleibt gleich.
Es kommt wieder.

Ein eigenes Weihnachtslied schafft genau diesen verlässlichen Rahmen. Es ordnet Zeit. Es macht Abläufe vorhersehbar. Und es kann Beziehung hörbar machen – auch dann, wenn keine Antwort im klassischen Sinn kommt.

Warum ein eigenes Lied wirken kann

Musik wirkt nicht über Inhalt.
Sie wirkt über Struktur.

Ein Lied:

hat einen Anfang
hat ein Ende
hat Pausen
hat Wiederkehr

Das Nervensystem liebt genau das.

Vor allem bei Menschen, deren Wahrnehmung schnell überlastet ist, kann ein ruhiges, gleichbleibendes Lied helfen, im Moment zu bleiben. Nicht, um etwas zu „lernen“. Sondern um sich zu orientieren.

Der Körper hört mit.
Der Atem passt sich an.
Spannung kann nachlassen.

Manchmal nur für Sekunden.
Aber bewusst.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Kommunikation nicht an Sprache gebunden.
Sie entsteht über Wahrnehmung, Bewegung und Beziehung.

Musikbasierte Kommunikation bedeutet nicht, ein Angebot „abzuspielen“.
Sie bedeutet, einen Raum zu öffnen, in dem Resonanz möglich wird.

Ein eigenes Weihnachtslied bietet dafür:

eine zeitliche Struktur, die Halt gibt
eine Wiederholung, die Sicherheit schafft
eine akustische Orientierung ohne Reizüberflutung
die Möglichkeit, auch minimale Reaktionen wahrzunehmen
einen Beziehungsrahmen, der ohne Leistung auskommt

Es geht nicht darum, ob jemand mitsingt.
Es geht darum, dass jemand gemeint ist.

Dasein zählt.
Wahrnehmen zählt.
Beziehung zählt.

Ein Lied muss nicht perfekt sein

Der Text darf holpern.
Er darf sich nicht reimen.
Er darf banal sein.

Kein Studio.
Kein Hochglanz.
Kein Weihnachtskitsch.

Ein eigenes Lied darf so sein wie der Alltag:
echt, unaufgeräumt, wiederkehrend.

Gerade dadurch wird es tragfähig.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, dann tragen Sie sich für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls:
ruhig erklärt
pädagogisch eingeordnet
praxisnah und ohne Technikdruck

So, dass Sie verstehen, warum eine Aktion wirkt – und wie Sie sie angepasst in Ihren Alltag integrieren können.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Adventsmoment,
vielleicht genau diesen einen,
in dem ein Lied nicht gehört werden muss,
um zu verbinden.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

14. Dezember - Kontaktatmung

Kontaktatmung wirkt unscheinbar.
Zwei Hände. Ein ruhiger Moment. Mehr nicht.
Und genau das macht sie zu einem starken kommunikativen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen kommunizieren nicht über Worte.
Oder nur sehr eingeschränkt.

Stattdessen spricht der Körper.

Über Spannung oder Entspannung.
Über Tempo oder Stillstand.
Über Atmung.

Und gerade die Atmung ist oft das Erste, was sich verändert, wenn etwas nicht passt.
Oder wenn etwas gut tut.

Was viele nicht sehen

Atmung ist kein rein körperlicher Vorgang.
Sie reagiert auf Nähe, auf Sicherheit, auf Beziehung.

Wird es zu schnell, wird sie flach.
Wird es zu viel, wird sie unruhig.
Wird es sicher, wird sie oft tiefer.

Das passiert nicht bewusst.
Das passiert, weil der Körper antwortet.

Und genau hier beginnt Kommunikation.

Kontaktatmung setzt einen Gegenpol

Kontaktatmung will nichts erreichen.
Sie will nichts regulieren.
Sie will nichts verbessern.

Sie bietet Kontakt an – und lässt Antwort zu.

Die Hände liegen ruhig.
Der Rhythmus darf kommen.
Die Atmung darf erzählen, wie es gerade ist.

Nicht mehr.
Aber auch nicht weniger.

Warum Kontaktatmung pädagogisch so bedeutsam ist

Kommunikation als alles, womit Menschen Gemeinsamkeit herstellen – sprachlich und nichtsprachlich, zeichenhaft und nichtzeichenhaft.

Kommunizieren heißt:
sich mitteilen
Mitgeteiltes aufnehmen
verstehen versuchen

Kontaktatmung ist genau das.

Die Atmung wird zur Mitteilung.
Der Körperkontakt zur Antwort.
Der gemeinsame Rhythmus zur Verständigung.

Nicht steuernd.
Nicht fordernd.
Sondern dialogisch.

Gerade für junge Menschen, deren Ausdruck sehr leise ist, entsteht so ein Raum, in dem sie gehört werden – ohne Worte.

Weihnachten macht diesen Raum größer

Die Weihnachtszeit ist oft stiller.
Langsamer.
Dichter.

Rituale kehren zurück.
Nähe bekommt mehr Gewicht.
Und vieles, was sonst im Alltag untergeht, wird plötzlich spürbar.

Kontaktatmung passt genau hier hinein.
Nicht als Extra.
Sondern als Einladung, gemeinsam in einem Moment zu sein.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

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Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie den pädagogischen Hintergrund vertieft verstehen möchten, wenn Sie die Aktion Schritt für Schritt kennenlernen und erfahren wollen, warum genau diese kleinen Angebote so viel bewirken können, dann tragen Sie sich in meine basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fundiert, ruhig erklärt, mit einer klaren Haltung und immer mit Blick auf Beziehung, Wahrnehmung und Kommunikation.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Adventstag.
Und vielleicht diesen einen Moment,
in dem ein Atemzug etwas sagt,
was Worte nicht können.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

15. Dezember - Dosenwerfen

Eine Dose kippt um.
Ein kurzes Geräusch.
Ein Moment, in dem plötzlich alle hinschauen.

Dosenwerfen wirkt auf den ersten Blick wie ein einfaches Spiel.
Doch genau diese Einfachheit macht es zu einem starken Bewegungsangebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Denn hier passiert etwas Entscheidendes:
Bewegung bekommt eine sichtbare Antwort.

Wenn Bewegung im Alltag oft verpufft

Viele dieser jungen Menschen erleben Bewegung nicht als wirksam.
Sie bewegen sich – und nichts verändert sich spürbar.
Oder Bewegung ist so überlagert von Hilfestellungen, Anforderungen und Tempo, dass sie ihren Sinn verliert.

Bewegung wird dann schnell anstrengend.
Oder beliebig.
Oder ganz vermieden.

Dabei ist Bewegung eine der wichtigsten Grundlagen für Wahrnehmung, Orientierung und Selbstwirksamkeit.

Dosenwerfen setzt einen Gegenpol

Es ist klar.

Es ist überschaubar.

Es hat ein eindeutiges Ziel.

Und es zeigt sofort: Meine Bewegung hat Wirkung.

Ein Ball fliegt.
Eine Dose fällt.
Etwas in der Umwelt reagiert.

Nicht kompliziert.
Nicht überfordernd.
Aber nachvollziehbar.

Warum Dosenwerfen wirken kann

Bewegung beginnt nicht im Muskel.
Bewegung beginnt im Zusammenspiel von Körper und Umwelt.

Ein Kind spannt sich an.
Eine Bewegung wird ausgelöst.
Die Dose kippt um.

Diese Abfolge ist basal bedeutsam.
Sie ist vorhersehbar, klar und verständlich.

Und genau das brauchen viele junge Menschen mit komplexer Behinderung, um Bewegung als sinnvoll zu erleben.

Nicht schneller.
Nicht größer.
Sondern deutlicher.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Bewegung immer mit Beziehung verbunden.
Beziehung zum eigenen Körper.
Beziehung zur Umgebung.
Beziehung zur Handlung.

Es geht nicht darum, etwas „richtig“ zu machen.
Es geht darum, eine Wirkung zu erleben.

Dosenwerfen bietet dafür:

eine Bewegung mit Ziel
eine klare Rückmeldung aus der Umwelt
eine überschaubare Situation
eine Vorhersehbarkeit, die Sicherheit schafft
die Möglichkeit, auch kleine Reaktionen wahrzunehmen

Bewegung braucht keinen Leistungsdruck.
Bewegung braucht Sinn.

Und manchmal reicht dafür eine einzige umfallende Dose.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich gern für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – ruhig erklärt, fachlich fundiert und so aufbereitet, dass der pädagogische Hintergrund verständlich wird und zur eigenen Umsetzung einlädt.

Ich wünsche Ihnen einen bewegten Adventstag,
und vielleicht genau diesen Moment,
in dem eine kleine Bewegung zeigt: Ich bewirke etwas.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

16. Dezember - Familienlogo

Ein Zeichen, das bleibt.

Ein Familienlogo wirkt auf den ersten Blick schlicht.
Ein Zeichen. Ein Symbol. Vielleicht nur ein Buchstabe.

Und doch kann genau das zu einem starken pädagogischen Angebot werden – für junge Menschen mit komplexer Behinderung und für ihre Familien.

Denn Beziehung entsteht nicht erst im Gespräch.
Sie entsteht im Wiedererkennen.

Wenn Beziehung keinen Ausdruck findet

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihren Alltag stark fragmentiert.

Unterschiedliche Bezugspersonen.
Wechselnde Orte.
Viele Handlungen, die an ihnen geschehen, aber wenig, das sich gleich anfühlt.

Für uns ist Familie oft ein Gefühl.
Für diese Kinder braucht es etwas Konkreteres.

Etwas, das wiederkehrt.
Etwas, das gleich bleibt.
Etwas, das sagt: Hier gehöre ich dazu.

Ein Familienlogo setzt genau hier an

Nicht als Bastelidee.
Sondern als Beziehungsangebot.

Ein gemeinsames Symbol schafft einen Bezugspunkt, der unabhängig von Sprache funktioniert. Es taucht immer wieder auf – im Buch, im Zimmer, im Alltag.

Ein Zeichen wird erkennbar.
Ein Zeichen wird vertraut.
Ein Zeichen verbindet Situationen miteinander.

Warum das gerade jetzt relevant ist

Die Adventszeit bringt viel Bewegung ins System.

Besuche. Termine. Geräusche. Licht. Erwartungen.
Für viele Kinder mit komplexer Behinderung bedeutet das Überforderung.

Ein Familienlogo wirkt hier wie ein innerer Anker.
Etwas Bekanntes in einer dichten Zeit.
Etwas, das Orientierung gibt, wenn außen viel passiert.

Pädagogisch gedacht bedeutet das:
Beziehung stabilisiert – und Stabilität schafft erst die Möglichkeit, Neues auszuhalten.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Beziehung untrennbar mit Orientierung und Sicherheit verbunden.

Es geht nicht darum, etwas zu erklären.
Es geht darum, erfahrbar zu machen.

Ein Familienlogo bietet genau das:

– ein Zeichen, das wiedererkannt wird
– eine visuelle Konstante im Alltag
– eine Möglichkeit, Zugehörigkeit nonverbal zu erleben
– einen gemeinsamen Bezugspunkt für Kind und Familie

Beziehung wird nicht hergestellt.
Sie wird angeboten – immer wieder.

Beziehung beginnt vor dem Zeichnen

Entscheidend ist nicht das fertige Logo.
Entscheidend ist der Weg dorthin.

Bevor gezeichnet wird, beginnt das Sammeln.
Was verbindet uns als Familie?
Was taucht bei uns immer wieder auf?
Was mögen wir alle?
Was macht uns aus?

Manchmal ist es ein Buchstabe.
Manchmal ein Tier.
Manchmal ein Alltagsgegenstand mit Bedeutung.

Bei einer Familie sind immer alle Scheren verschwunden.
Bei einer anderen essen alle gern rote Beete.
Eine dritte verbindet Schwippbögen mit Zuhause.

All das zählt.
Alles, was Bedeutung hat, ist geeignet.

Warum das für das Kind so wichtig ist

Ein Symbol kann gesehen werden.
Es kann wiedererkannt werden.
Es kann Sicherheit geben – auch ohne Sprache.

Das Kind erlebt:
Ich werde wahrgenommen.
Ich gehöre dazu.
Etwas bleibt gleich.

Beziehung wird nicht erklärt.
Sie wird gespürt.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten – mehr Pädagogik, mehr Einordnung, mehr konkrete Impulse – dann tragen Sie sich für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den jeweiligen Impuls:
ruhig erklärt, fachlich fundiert und so aufbereitet, dass er direkt in den Alltag einlädt.

Ich wünsche Ihnen einen verbindenden Moment heute.
Vielleicht genau diesen einen, in dem ein Zeichen sagt: Wir.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

17. Dezember - stilles Feuerwerk

Ein stilles Feuerwerk wirkt unscheinbar.
Doch sein Licht ist ruhig, warm und vorhersehbar.
Genau das macht es zu einem starken emotionalen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen erleben Gefühle nicht so, wie wir sie kennen oder erwarten.

Gefühle kommen oft plötzlich.
Ohne Vorwarnung.
Ohne klare Richtung.

Sie zeigen sich über Körperspannung, Unruhe, Rückzug oder Nähe. Nicht selten werden sie übersehen oder missverstanden, weil sie sich nicht in Worten, Mimik oder eindeutigen Gesten ausdrücken.

Und noch häufiger fehlt eines:
ein sicherer Rahmen, in dem Gefühle einfach da sein dürfen.

Das stille Feuerwerk setzt genau hier einen Gegenpol.

Eine Wunderkerze.
Eine Mandarine.
Ein langsamer, klarer Moment.

Das Licht brennt nicht grell.
Es blinkt nicht.
Es wandert ruhig durch die Frucht und hat einen klaren Anfang und ein klares Ende.

Genau das macht Gefühle fassbarer.

Warum ein stilles Feuerwerk wirken kann

Gefühle entstehen nicht im Kopf.
Sie entstehen im Körper.

Über Spannung und Entspannung.
Über Nähe und Distanz.
Über Rhythmus, Licht und Zeit.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihre Gefühle sehr intensiv, haben aber kaum Möglichkeiten, sie zu ordnen oder einzuordnen. Wenn Reize zu schnell, zu laut oder zu unvorhersehbar sind, gerät das ganze System unter Stress.

Deshalb brauchen diese Kinder etwas anderes:

klare Abläufe
ruhige Reize
vorhersehbare Momente

Ein stilles Feuerwerk erfüllt genau das:

Es bietet ein visuelles Erlebnis ohne Überforderung.
Es schafft emotionale Orientierung durch seinen klaren Verlauf.
Es lädt zum Dabeibleiben ein, ohne Nähe zu erzwingen.
Und es zeigt: Gefühle kommen – und sie gehen auch wieder.

Die Wunderkerze brennt.
Sie knistert leise.
Und sie erlischt.

Für viele Kinder ist allein diese Erfahrung von unschätzbarem Wert.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation sind Gefühle untrennbar mit Körper, Wahrnehmung und Beziehung verbunden.

Es geht nicht darum, Gefühle zu benennen oder zu erklären.
Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem sie entstehen dürfen.

Ein stilles Feuerwerk bietet dafür:

einen überschaubaren emotionalen Reiz
eine klare zeitliche Struktur
eine Situation, die Sicherheit vermittelt
die Möglichkeit, minimale Reaktionen wahrzunehmen
einen Moment geteilter Aufmerksamkeit

Gefühle brauchen Zeit.
Gefühle brauchen Beziehung.
Und Gefühle brauchen Angebote, die nicht drängen.

Ein stilles Feuerwerk ist genau so ein Angebot.
Still. Klar. Tragfähig.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen ist nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich gern für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls
– fundiert erklärt
– pädagogisch eingeordnet
– ruhig und alltagstauglich
– mit Erweiterungen, Varianten und Reflexionen.

Ich wünsche Ihnen einen stillen Moment,
in dem ein Licht nicht nur den Raum,
sondern auch ein Gefühl ordnen darf ✨

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

18. Dezember - Handabdruck

Eine Hand berührt Farbe.
Ein kurzer Druck.
Und plötzlich ist da eine Spur, die vorher nicht da war.

Ein Handabdruck wirkt auf den ersten Blick wie eine einfache Bastelidee.
Doch genau diese Direktheit macht ihn zu einem starken Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Denn hier wird der eigene Körper sichtbar.

Wenn der eigene Körper im Alltag kaum spürbar ist

Viele dieser jungen Menschen erleben ihren Körper vor allem von außen.
Er wird gehalten, bewegt, gepflegt. Hände sind ständig dabei – aber selten als Ausdruck.

Berührung ist oft funktional.
Waschen. Anziehen. Positionieren.
Wenig Raum für das Erleben: Das bin ich.

Dabei ist genau dieses Spüren eine zentrale Grundlage für Orientierung, Sicherheit und Selbstwahrnehmung.

Ein Handabdruck setzt einen Gegenpol

Er ist direkt.

Er ist begrenzt.

Er ist eindeutig.

Und er zeigt: Mein Körper hinterlässt eine Spur.

Die Haut berührt Farbe.
Die Farbe haftet.
Der Kontakt bleibt sichtbar.

Nicht symbolisch.
Nicht stellvertretend.
Sondern ganz konkret.

Warum ein Handabdruck wirken kann

Körperwahrnehmung beginnt nicht im Kopf.
Sie beginnt dort, wo Kontakt auf Widerstand trifft.

Druck auf der Haut.
Fläche auf Papier.
Eine Spur, die bleibt.

Gerade für junge Menschen mit komplexer Behinderung ist das entscheidend.
Denn viele erleben ihren Körper selten als Quelle von Handlung, sondern eher als Objekt von Versorgung.

Ein Handabdruck verändert das.

Er macht den Körper erfahrbar – auch dann, wenn sich eine Hand nicht öffnen lässt.
Auch eine Faust.
Auch ein Knöchel kann eine Spur hinterlassen.

Nicht die Form ist entscheidend.
Sondern die Erfahrung: Das war ich.

 

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Körperwahrnehmung untrennbar mit Beziehung verbunden.
Beziehung zum eigenen Körper.
Beziehung zur Umgebung.
Beziehung zum Moment.

Es geht nicht darum, ein schönes Ergebnis zu produzieren.
Es geht darum, Spüren Bedeutung zu geben.

Ein Handabdruck bietet dafür:

eine klare Körpergrenze
eine spürbare Rückmeldung durch Druck
eine sichtbare Spur des eigenen Körpers
eine Erfahrung von Wirksamkeit ohne Leistungsanforderung
die Möglichkeit, auch minimale Reaktionen wahrzunehmen

Körperwahrnehmung braucht keine Erklärungen.
Sie braucht passende Angebote.

Ein Handabdruck ist dafür ideal – ruhig, direkt und würdevoll.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich gern für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fundiert, ruhig erklärt und so aufbereitet, dass der pädagogische Hintergrund verständlich wird und zur eigenen Umsetzung einlädt.

Ich wünsche Ihnen einen stillen, achtsamen Adventstag
und vielleicht genau diesen Moment,
in dem ein Körper eine Spur hinterlässt, die gesehen wird.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

19. Dezember - Bratapfel

Bratapfel

Ein Bratapfel wirkt vertraut.
Doch sein Weg dorthin ist alles andere als banal. Genau das macht ihn zu einem starken ganzheitlichen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung. 

Viele dieser jungen Menschen erleben ihren Alltag stark fragmentiert.

Wahrnehmen hier.
Bewegen dort.
Essen irgendwann dazwischen.

Vieles passiert mit ihnen, aber selten durch sie.
Handlungen sind oft funktional, schnell, zielorientiert. Für Entwicklung bleibt wenig Raum.

Ein Bratapfel setzt einen Gegenpol.

Er braucht Zeit.
Er braucht Beteiligung.
Und er verbindet mehrere Entwicklungsebenen miteinander, ohne sie künstlich zu trennen.

Der Apfel wird ausgewählt.
Er wird gehalten, betrachtet, wiedererkannt.
Er verändert sich, bleibt aber derselbe.
Er wird gefüllt, verschwindet im Ofen, kommt verändert zurück.
Und am Ende wird er genossen – oder auch bewusst abgelehnt.

All das ist kein Nebeneffekt.
All das ist Entwicklung.

Warum ein Bratapfel wirken kann

Entwicklung passiert nicht in einzelnen Bereichen.
Sie passiert ganzheitlich.

Im ganzheitlichen Entwicklungsmodell greifen mehrere Faktoren ineinander:

  • wahrnehmen
  • sich bewegen
  • den eigenen Körper erfahren
  • Gefühle erleben
  • in Beziehung sein
  • kommunizieren
  • und daraus Sinn entstehen lassen

Im Alltag werden diese Ebenen oft getrennt betrachtet.
Im Erleben eines Kindes sind sie das nie.

Ein Bratapfel bringt sie zusammen.

Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Sondern nachvollziehbar, ruhig und eingebettet in eine Handlung, die Sinn macht.

Der Duft kündigt Veränderung an.
Das Warten macht Zeit spürbar.
Das Füllen schafft Selbstwirksamkeit.
Das Wiedererkennen gibt Sicherheit.
Das Genießen verbindet Körper, Gefühl und Beziehung.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation geht es nicht darum, etwas zu fördern.
Es geht darum, Erfahrungsräume zu öffnen, in denen Entwicklung möglich wird.

Ein Bratapfel bietet dafür:

eine Handlung mit klarer Abfolge
eine Beteiligung, die sich anpassen lässt
eine Verbindung von Wahrnehmen, Bewegung und Beziehung
eine Erfahrung, die nicht bewertet werden muss
die Möglichkeit, auch kleine Reaktionen ernst zu nehmen

Ganzheitlichkeit bedeutet hier nicht „alles machen“.
Ganzheitlichkeit bedeutet, etwas Echtes gemeinsam zu erleben.

Und genau das ist der Bratapfel.

heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.

Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich jetzt für die basal-bewegt Post ein.

Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den jeweiligen Impuls
ruhig erklärt
pädagogisch eingeordnet
und so aufbereitet, dass Sie ihn direkt im Alltag umsetzen können.

Ich wünsche Ihnen einen warmen Moment in dieser Adventszeit.
Und vielleicht genau diesen Augenblick, in dem aus einem Apfel mehr wird als ein Rezept.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

20. Dezember - Glitzerwirbler

Ein Glitzerwirbler wirkt unscheinbar.
Eine kleine Flasche, ein bisschen Wasser, ein leises Schwingen.
Doch genau dieses Schwingen kann für junge Menschen mit komplexer Behinderung ein völlig neuer Zugang zu einem Element sein, das sie sonst nur funktional kennen.

Viele dieser jungen Menschen erleben Wasser nicht als etwas Ruhiges oder Tragendes.
Beim Waschen wird es kalt.
Anstrengend beim Trinken.
Mit Risiko verbunden, wenn Husten, Verschlucken oder Unruhe dazukommen.
Für manche ist Wasser einfach „etwas, das man über sich ergehen lässt“.

Ein Glitzerwirbler setzt einen Gegenpol:
Er macht Wasser klein.
Handlich.
Vorhersehbar.
Und vor allem: weich.

Wasser, das nicht fordert.
Wasser, das sich im eigenen Tempo bewegt.
Wasser, das nicht erschreckt – sondern antwortet.

Warum ein Glitzerwirbler wirken kann

Wasser ist eines der ursprünglichsten Sinneselemente, die wir Menschen kennen.
Noch bevor wir greifen, sehen oder sprechen konnten, haben wir Wasser gespürt – in seiner Temperatur, in seiner Tragfähigkeit, in seiner Bewegung.

Für viele Kinder ist genau dieser Zugang im Alltag verloren gegangen.
Wasser begegnet ihnen nur zweckgebunden.
Und damit verliert es seine Qualität als sicheres Medium, das Orientierung geben kann.

Ein Glitzerwirbler bringt diese Qualität zurück – in einer Form, die:

• leicht nachvollziehbar ist
• nicht bedrängt
• nicht überreizt
• nicht laut ist
• und vor allem: den Körper ernst nimmt

Wenn die Flasche gekippt wird, verändert sich das Gewicht.
Das Kind spürt Übergänge.
Manche hören das leise Rauschen.
Andere merken die Temperatur.
Wieder andere spüren eine minimal vibrierende Bewegung bis in den Arm hinein.

Es geht nicht um die Augen.
Es geht um das Erleben eines Elements, das sich anpasst, statt zu überfordern.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation ist Wasser kein Arbeitsmaterial.
Es ist ein Beziehungsträger.
Ein Medium, das Resonanz ermöglicht – ohne Worte, ohne Auftrag, ohne Leistung.

Es unterstützt:

• Orientierung über Gewicht und Tempo
• Sicherheit, weil Wasser vorhersehbar fließt
• Selbstwirksamkeit durch kleinste Bewegungen
• Regulation, weil Wasser nicht drückt, nicht reißt, nicht überrascht
• Begegnung – weil Wasser immer antwortet

Es ist ein stilles Angebot, das sagt:
„Du musst nichts tun. Aber wenn du etwas tust, reagiere ich.“

Für viele Kinder ist genau das der Zugang, der im Alltag fehlt:
Ein Element, das nicht fordert, aber trägt.
Ein Element, das nicht korrigiert, sondern begleitet.
Ein Element, das nicht überrollt, sondern mitschwimmt.

Deshalb wirkt ein Glitzerwirbler oft tiefer als viele große Angebote.
Er verändert nicht den Tag, aber er verändert den Moment – und manche Momente prägen mehr, als man ihnen ansieht.

Der Glitzerwirbler im Advent

Der Dezember ist für viele Familien kein ruhiger Monat.
Pflege, Termine, Krankheit, Erschöpfung – die Realität ist selten so besinnlich wie das Bild in unseren Köpfen.

Ein Glitzerwirbler bringt etwas zurück, das im Alltag oft fehlt:

Ruhe.
Tempo.
Weichheit.

Er ist wie eine kleine Adventskerze in der Hand:
nichts Großes, nichts Spektakuläres, aber ein Punkt, an dem man kurz anhalten kann.

Wasser schwingt.
Glitzer setzt sich.
Der Körper wird stiller.
Und manchmal entsteht ein Moment, der nicht geplant war – aber gut tut.

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Wenn Sie mehr Hintergrund möchten und eine ausführliche Erweiterung zur Wirkung von Wasser im Alltag, dann tragen Sie sich gleich für die basal-bewegt Post ein.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen, weichen Moment mit Wasser,
und vielleicht diesen einen Atemzug, in dem etwas leichter wird.

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

21. Dezember - Marshmellows grillen

Ein Feuer wirkt archaisch. Doch seine Wirkung ist klar, ruhig und eindeutig.
Genau das macht es zu einem starken basalen Angebot für junge Menschen mit komplexer Behinderung.

Viele dieser jungen Menschen erleben ihren Körper und ihre Umwelt nicht als verlässlich.

Reize kommen plötzlich.
Berührungen sind oft funktional.
Wärme, Nähe und Abstand lassen sich selten selbst steuern.

Der Körper steht unter Spannung. Nicht aus Absicht, sondern aus Erfahrung.

Feuer setzt hier einen Gegenpol.

Es ist sichtbar.
Es ist spürbar.
Es bewegt sich vorhersehbar.

Und es schafft genau den Moment, in dem der Körper nicht reagieren muss, sondern wahrnehmen darf.

Warum Feuer wirken kann

Feuer spricht nicht zuerst den Kopf an.
Feuer spricht den Körper an.

Die Wärme erreicht die Haut, noch bevor man sie berührt.
Das Flackern ist lebendig, aber nicht hektisch.
Das Knistern ist da, ohne zu fordern.

Für viele junge Menschen mit komplexer Behinderung ist genau diese Kombination entscheidend. Sie erleben ihre Umwelt häufig als zu schnell, zu dicht, zu wenig kontrollierbar. Der Körper ist oft damit beschäftigt, sich zu schützen.

Feuer hingegen ist stark und gleichzeitig berechenbar.
Es drängt sich nicht auf.
Es kommt nicht näher, wenn man es nicht möchte.

Nähe und Abstand lassen sich regulieren. Auch mit wenig Bewegungsspielraum.

Deshalb kann Feuer etwas ermöglichen, was sonst schwer zugänglich ist:
Ruhe im Körper.
Fokus im Blick.
Beziehung ohne Aufforderung.

Marshmallows rösten als pädagogisches Angebot

Das Rösten von Marshmallows ist dabei kein Selbstzweck.
Es ist ein Rahmen.

Ein Rahmen, in dem Feuer gestaltet werden darf.
Ein Rahmen, in dem Beteiligung möglich wird.
Ein Rahmen, der Verantwortung zulässt, ohne zu überfordern.

Manche junge Menschen beobachten nur.
Andere entscheiden über Abstand und Nähe.
Wieder andere können anleiten, transportieren, eingreifen.

Nicht jede Beteiligung sieht gleich aus.
Aber jede zählt.

Das Feuer reagiert. Sichtbar. Direkt.
Und genau darin liegt seine pädagogische Kraft.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation geht es nicht um Aktivierung um jeden Preis.
Es geht um Orientierung, Sicherheit und Beziehung.

Feuer als basales Angebot bietet dafür:

  • einen Reiz, der sich nicht aufdrängt
  • eine Wahrnehmung, die mehrere Sinne verbindet
  • eine klare Struktur ohne Erklärung
  • eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen
  • einen gemeinsamen Mittelpunkt ohne Leistungsdruck

Nicht das Tun steht im Vordergrund, sondern das Dasein.

Feuer erlaubt, einfach da zu sein.
Und manchmal ist genau das der entscheidende Schritt.

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Mit pädagogischem Tiefgang.
Mit konkreten Ideen.
So erklärt, dass Sie ins Handeln kommen – in Ihrem Tempo, passend zu Ihrem Kind oder den jungen Menschen, die Sie begleiten.

Ich wünsche Ihnen einen warmen Moment in dieser Adventszeit.
Vielleicht mit Feuer.
Vielleicht mit Ruhe.
Vielleicht mit beidem. 

basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

22. Dezember - Becherhand

Ein Atemzug verändert etwas.

Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Aber spürbar.

Ein Pappbecher, ein Strohhalm, ein Handschuh – das wirkt auf den ersten Blick schlicht. Und genau darin liegt die Kraft dieses Angebots. Denn hier wird etwas sichtbar, das sonst im Hintergrund bleibt: Luft. Atmung. Eigener Rhythmus.

Viele junge Menschen mit komplexer Behinderung erleben ihren Körper nicht als etwas, das verlässlich antwortet. Bewegungen sind oft fremdbestimmt. Ursache und Wirkung schwer greifbar. Und gerade Atmung ist im Alltag häufig besetzt – mit Stress, mit Anforderungen, mit medizinischen Abläufen.

Dabei ist Atmung viel mehr als Funktion.

Sie ist Bewegung.
Sie ist Rhythmus.
Sie ist Ausdruck von Leben.

Und sie reagiert sensibel auf das, was außen geschieht.

Dieses Angebot setzt genau hier an.

Warum ein Atemangebot wirken kann

Atmung verbindet Innen und Außen.
Mit jedem Ausatmen geschieht etwas im Raum. Meist unsichtbar. Hier nicht.

Wenn Luft über den Strohhalm in den Becher strömt, richtet sich der Handschuh auf.
Pusten – Wirkung.
Pause – Rückzug.

Ein klarer Zusammenhang, ohne Erklärung. Ohne Bewertung.

Für viele junge Menschen ist genau das entscheidend:
Ich tue etwas – und etwas antwortet.

Nicht irgendwann.
Sofort.

Das schafft Orientierung. Und oft auch Freude.

Was pädagogisch dahintersteht

In der Basalen Stimulation wird Atmung nicht isoliert betrachtet. Sie ist immer eingebettet in Wahrnehmung, Bewegung und Beziehung.

Atmung ist ganzkörperlich.
Sie verändert Tonus. Haltung. Spannung.
Und sie zeigt sehr fein, ob jemand sich sicher fühlt oder unter Druck steht.

Deshalb geht es bei Atemangeboten nicht darum, „richtig“ zu atmen.
Es geht darum, den eigenen Rhythmus zuzulassen.

Dieses Angebot ermöglicht genau das:

Es fordert nichts ein.
Es gibt kein Tempo vor.
Es lässt Pausen zu.

Die Luft wird sichtbar.
Die Wirkung nachvollziehbar.
Der Moment überschaubar.

Und genau so kann Atmung wieder als etwas Eigenes erlebt werden – nicht als Aufgabe, sondern als Möglichkeit.

Luft in der Weihnachtszeit

Die Adventszeit ist für viele eine Zeit voller Reize. Mehr Geräusche. Mehr Menschen. Mehr Erwartungen. Für junge Menschen mit komplexer Behinderung kann das schnell zu viel werden.

Das Element Luft setzt hier einen Gegenpol.
Es bringt Rhythmus in eine dichte Zeit.
Es schafft Übergänge zwischen Aktivität und Ruhe.

Basal gedacht ist Weihnachten kein Fest des Tuns, sondern der Präsenz.
Nicht Leistung steht im Mittelpunkt, sondern Dasein.

Ein Atemzug.
Eine Pause.
Ein Moment, der trägt.

Manchmal ist genau das das Wesentliche.

Heute geöffnet – nur für diesen Tag

Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen bleibt 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach wieder aus dem öffentlichen Bereich.

Wenn Sie mehr Hintergrund möchten, dann tragen Sie sich gerne für die basal-bewegt Post ein.
Dort erhalten Sie jeden Morgen vor 8 Uhr den Impuls – fundiert, ruhig erklärt, mit dem pädagogischen Hintergrund im Mittelpunkt und so aufbereitet, dass er direkt zur Umsetzung einlädt.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen einundzwanzigsten Dezember
und vielleicht diesen einen Atemzug,
der heute etwas verändert.

Herzliche basal-bewegte Grüße
Martina Götschel

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