Lebensqualität steigern durch basal-bewegt

Hallo, ich bin Martina

Ich bin Expertin für Menschen mit einer komplexen Beeinträchtigung. Pflegenden zeige ich, wie sie nicht nach dem Prinzip “satt und sauber” arbeiten, sondern mehr Lebensqualität vermitteln.

Mein Versprechen: Martina Götschel

Diese Ausbildungen bringe ich mit: staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin, Trainerin für kinaesthetics infant handling, Praxisbegleiterin für Basale Stimulation in der Pflege, Pflegeberaterin mit Schwerpunkt Basale Stimulation und Palliative Care Fachkraft für Kinder und Jugendliche.

Ich brenne dafür, Ihre Themen weiterzuentwickeln und Ihre Herausforderungen anzunehmen! So können Sie den Kontakt mit Ihren Pflegebedürftigen verbessern und professionalisieren.

In meiner Tätigkeit als Praxisbegleiterin, Trainerin und Dozentin habe ich oft gesehen, wie schon kleinste Veränderungen während der Pflegetätigkeit nicht nur beim Hilfesuchenden, sondern auch bei der Pflegekraft große positive Veränderungen bewirkten. Methoden aus der Basalen Stimulation, der Kinästhetik sowie aus dem Palliativpflege habe ich so modifiziert, dass sie leicht anwendbar, schnell zu erlernen und gut auf Pflegebedürftige übertragbar sind. Ich möchte Sie dabei begleiten, gute Pflege auszuführen. Nebenbei erfahren Sie, wie Sie heilende-kurative Maßnahmen anwenden, und wie Sie die Möglichkeiten hoher Berührungsqualität und differenzierter Bewegungserfahrungen mit einfließen lassen.

Ihnen empathisch zu begegnen, mein Wissen als Trainerin und Dozentin weiterzugeben und Ihren Wandel mitzuerleben – das liebe ich!

Mein Weg – Martina Götschel

Im Alter von knapp 20 Jahren hatte ich einen Verkehrsunfall. Fast zwei Jahre lang war ich unter großen Schmerzen im Rollstuhl auf viel Hilfe angewiesen. Daher weiß ich ganz genau, wie es ist, wenn:

  • Andere stehen und man selbst sitzt.
  • Man nicht gehört wird.
  • Die kleinsten Bewegungen schmerzen.
  • Selbst kleinste Routine-Termine einem die ganze Kraft abverlangen.
  • Man kaum noch produktiv ist.
  • Langfristige Ziele viel zu weit weg erscheinen, man nur noch auf das „jetzt“ konzentriert ist.

Trotzdem – oder genau deswegen – absolvierte ich meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin mit großem Erfolg. Anschließend arbeitete ich zwei Jahre lang in einer Einrichtung der Behindertenhilfe als Fachkraft. Genau in dieser Zeit kam das große Sparen: es wurden Supervisionen und Weiterbildungen gestrichen, Reinigungs- und Fachpersonal gekürzt, die Arbeit verdichtet. Nebenarbeiten nahmen einen immer größeren Raum ein, während für die Arbeit mit den schwerst-mehrfach beeinträchtigten Menschen kaum noch Zeit blieb. Ausflüge, Eingliederung und pädagogische Tätigkeiten fanden nicht mehr statt; Mobbing im Team trat auf. Meine Arbeit änderte sich von einem engen Kontakt zu den -Menschen zu einem organisatorischen Gewusel – so musste ich zum Beispiel mit Telefon am Ohr Grund- und Behandlungspflege ausführen und dabei noch Physiotherapeuten zum Transfer beauftragen.

So kann es nicht weitergehen!

Ich war völlig ausgebrannt, hatte keinen Spaß mehr an der Arbeit, dachte nur noch an meinen nächsten freien Tag. Den jedoch konnte ich dann nicht genießen, weil ich in Gedanken nur auf Arbeit war – ich konnte kaum abschalten. Zudem hatte ich Rückenschmerzen vom Heben und sah nur noch eine Möglichkeit: zu kündigen. Am liebsten hätte ich den ganzen Job an den Nagel gehängt, da ich wusste, dass es in anderen Einrichtungen ähnlich aussah. Zum Glück fand ich eine Nische im Kinderhospiz. Dort konnte ich mich erholen, entfalten und stellte mir viele Fragen:

  • Gibt es mehr als ein satt und sauber?
  • Kann man mit wenig Zeit trotzdem viel Menschlichkeit vermitteln?
  • Wie kann ich die Hilfsbedürftigen aktiv mit einbinden und ihnen sinnvolle Aufgaben geben?
  • Gibt es Alternativen zum Heben und Tragen der Schwerstkranken?
  • Wie kann ich meinen Dienst zufrieden beenden?

Die Ergründungs-Phase begann

Acht Jahre lang suchte ich unnachgiebig. Ich besuchte viele Weiter- und Fortbildungen wie zur Praxisbegleiterin für Basale Stimulation (480 Stunden  in den Jahren 2019/20), Kinaesthetics infant handling Trainerin Stufe 1 (195  Lektionen in den Jahren 2017/18), Respectare – respektvolle Berührung in Pflege und Therapie (24 Lektionen im Jahr 2015) und Palliative Care für Kinder und Jugendliche (200 Stunden in den Jahren 2014/15). Außerdem wertete ich unzählige Studien aus und betrieb Recherchen. Mit Experten aus unterschiedlichsten Professionen tauschte ich mich aus und knüpfte Kontakte. Dies alles führte mich, zusammen mit viel Ausprobieren und Eigenerfahrungen, zu einer Lösung:

Du kannst den Wind nicht ändern – aber Du kannst die Segel anders setzen!

Meine Herangehensweise ist es, den pädagogischen Aspekt mit dem pflegerischen zu verknüpfen. Statt:

  • nur mit dem Waschlappen am Pflegebedürftigen zu rubbeln, während man in Gedanken ganz woanders und immer sprungbereit ist, kann man über diesen Körperkontakt viele angenehmere Botschaften versenden.
  • den Hilfsbedürftigen zu tragen, kann man sein Gewicht gezielt über die Knochenstrukturen lenken.
  • ihn zum Kopfende zu ziehen, kann man ihm auch das Angebot machen, den Bewegungen schaukelnd zu folgen.
  • ihn bei schlechter Atmung medikamentös zu behandeln, kann man ihn auch eine Position anbieten, in der er sich gut bewegen kann. So sind die Lungen gut belüftet und er kann durch gezielte Bewegung zum tiefen Atmen animiert werden.
  • zu versuchen, den spastischen Arm ungeduldig mit Kraft zu öffnen, kann man besser tonusregulierende Angebote machen.
  • hilflos am Bett zu sitzen kann man einem Sterbenden etwas mit auf dem Weg geben.
  • usw.

Viele Erfahrungen und viel Praxiswissen sammele ich in meinem Hauptberuf als Fachkraft im Kinderhospiz Sonnenhof der Björn-Schulz-Stiftung in Berlin. Besonders spannend finde ich dabei, dass die Zielgruppe so weit gefächert ist, wie in kaum einem anderen Bereich. Ob winzig kleine Säuglinge mit genetischer Fehlbildung, stoffwechsel-erkrankte Kleinkinder mit überforderten Eltern, autistische Schulkinder, Jugendliche mit super erhöhtem Muskeltonus oder junge Erwachsene mit Krebserkrankungen – wir betreuen die komplette Familie ab Diagnosestellung. So bekommen die Tage mehr Leben, statt dass das Leben nur mehr Tage bekommtVieles Weitere konnte ich im privaten Bereich lernen. Egal ob mit meinem pflegebedürftigen Großvater oder auch mit meinen beiden kleinen Kindern, die mir ganz unverblümt eine direkte Rückmeldung geben. Auch meine Eltern scheuen sich nicht, mir Feedback zu geben, und hinterfragen stetig meine Kernsätze. Beide arbeiten ebenfalls im sozialen Bereich: mein Vater als Altenpfleger und meine Mutter als Erzieherin.

Menü schließen