
Was ist „Basale Stimulation“?
Basale Stimulation ist ein Pflegekonzept mit dem Fokus auf der dialogischen Kommunikation, einer differenzierten Bewegung und der Wahrnehmungsanregung. In der Pflege Tätige gibt es kaum
Hier finden Sie Wissenswertes und hilfreiche Tipps rund um die Themen Basale Stimulation, Kinästhetik und Palliativpflege.

Basale Stimulation ist ein Pflegekonzept mit dem Fokus auf der dialogischen Kommunikation, einer differenzierten Bewegung und der Wahrnehmungsanregung. In der Pflege Tätige gibt es kaum

Kinästhetik ist ein erfahrungsbezogenes Lernkonzept, das Menschen hilft, ihre Bewegung bewusst wahrzunehmen und sie als Ressource für die eigene Entwicklung und Interaktion zu nutzen. HIER

Anfassen kann jeder – Berühren ist eine Kunst! Die wichtigsten Kriterien für den Kontakt mit komplexen beeinträchtigten Menschen

Unsere eigene Absicht in der Pflege prägt unsere Handlung. Diese muss uns bewusst werden, damit wir eine Veränderung bewirken können.

Der Mund bietet den intensivsten Erfahrungsraum und ist der wahrnehmungsstärkste Bereich des Menschen!

Dass die Kontaktaufnahme mit pflegebedürftigen Menschen anders verläuft als mit Hunden liegt auf der Hand. Doch wie können wir ihn richtig erreichen und auf die

Füße werden in der Pflege oft vernachlässigt – besonders bei schwerstkranken Menschen: Angebote aus Sicht der basalen Stimulation und der Kinästhetik

Der Wichtigkeit und der Weg vom passiven Lagern zur aktiven Positionsunterstützung ist nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch deren Unterstützer von großer Bedeutung.
Als Expertin für grundlegende Bewegung und Kommunikation für junge Menschen mit komplexer Beeinträchtigung zeige ich Pflegenden, wie man ohne Anstrengung bewegt und gezielte Angebote zur dialogischen Wahrnehmungsanregung gestaltet. Das ermöglicht den unterstützungsbedürftigen Kindern und versorgenden Pflegenden eine hohe Lebensqualität - und sorgt damit für viel mehr als ein Schnelles satt und sauber.
Die Pflege wird dabei mit der Pädagogik verbunden: Ich vermittele etwa durch speziellen Körperkontakt Anreize zur gezielten Bewegungserfahrung und Alternativen für Heben und Tragen, welche die behinderte junge Person unterstützt und mobilisiert. Und das, ohne mehr Zeit oder mehr Materialien zu beanspruchen! Finanziert wird das oft schon durch die Krankenkasse.
Herzlich willkommen zum dritten Türchen des basal-bewegt Adventskalenders!
Heute widmen wir uns einer Erfahrung, die vielen jungen Menschen mit komplexer Behinderung im Alltag fehlt: der spürbaren Grenze des eigenen Körpers – erfahrbar durch ein einfaches Ritual aus Ausstreichen und einem kleinen Tattoo.
Eine ruhige Hand.
Ein klarer Verlauf von der Schulter bis zur Hand.
Ein Punkt auf der Haut, der sagt: „Hier bin ich.“
Mehr braucht es nicht, damit ein Mensch mit schwerer Behinderung wieder ein Stück selbst spüren kann. ✨
Mit gleichmäßigen, wiederholten Ausstreich-Bewegungen über den Arm entsteht eine Erfahrung, die tief in das somatische System wirkt: Sie macht die Hautgrenze spürbar. Sie vermittelt Orientierung. Und ganz oft führt sie zu genau dem Moment, in dem etwas im Körper weicher wird – oder der Blick für einen Augenblick präsenter wird.
Somatische Wahrnehmung entsteht durch Berührung, Rhythmus und die klare Weiterleitung von Reizen über Haut, Muskeln und Knochen.
Sie ist die Basis dafür, dass ein Mensch überhaupt ein Körperbild entwickeln kann:
Wo bin ich? Wo beginnt mein Arm? Wo hört er auf? Gehöre ich zusammen?
Genau diese Erfahrungen fehlen vielen jungen Menschen im Alltag:
lange Positionierungszeiten, wenig Eigenbewegung, viel Pflege – wenig klarer Hautkontakt.
Ausstreichen bringt das zurück.
Nicht hektisch. Nicht zufällig.
Sondern langsam, flächig, vorhersehbar.
Der Körper erhält darüber Informationen, die Halt geben:
„Das ist mein Arm.“
„Hier verläuft er.“
„Ich bin im Raum.“
Das Tattoo selbst – ein kleiner Stern, ein Stiefel, ein Weihnachtsbaum – ist nur die sichtbare Spur.
Die eigentliche Erfahrung passiert vorher:
Grenze spüren. Körperform erkennen. Orientierung zurückgewinnen.
Und manchmal sogar:
ein kleines Lächeln oder das stille Hinhalten des zweiten Arms.
Dieser Impuls ist Teil meines Adventskalenders für junge Menschen mit komplexer Behinderung und ihre Bezugspersonen.
Jedes Türchen bleibt nur 24 Stunden geöffnet und verschwindet danach aus dem öffentlichen Bereich.
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Ich wünsche Ihnen einen berührenden dritten Dezember und eine schöne Entdeckung der somatischen Wahrnehmung.
✨ basal-bewegte Grüße
Martina Götschel
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